Leipzig - Hilfe, war das wichtig! Der Last-Minute-Ausgleichstreffer von Stanley Ratifo (31) am Donnerstagabend gegen die VSG Altglienicke (1:1) war für die BSG Chemie Leipzig auf so vielen Ebenen wichtig. Besonders im Kopf dürfte der Treffer so einiges bewegt haben.
Denn nach dem katastrophalen 0:5 beim SV Babelsberg schwor das Team auf Wiedergutmachung. Das gelang auch, denn Grün-Weiß war gegen die Berliner definitiv die bessere Mannschaft.
Nur vor dem Tor fehlte wie so oft der letzte Punch, die nötige Sicherheit, um Großchancen auch mal über die Linie zu drücken. Dinge eben, mit denen Teams im Abstiegskampf öfters zu kämpfen haben.
Und dann ist es wie so oft: Altglienicke ist einmal durch und erzielt überraschend die Führung. Trotz guter Leistung lief Chemie der nächsten Pleite entgegen. Das wäre extrem hart gewesen, da den Kopf bei den kommenden Aufgaben wieder hochzunehmen.
Doch Ratifo, der zuvor einiges hatte liegenlassen, erlöste die Sachsen in der Nachspielzeit und erschuf damit eine ganz neue Mentalität für den Saisonendspurt.
"Nach dem 0:1-Rückstand hat man gemerkt, dass sie unzufrieden sind, das wollten sie nicht auf sich sitzen lassen. Sie wollten es unbedingt drehen. Diesen unbedingten Willen hat man die ganze zweite Halbzeit extrem gespürt. Ich bin so froh, dass wir uns belohnt haben", resümierte Trainer Alexander Schmidt (57) nach Abpfiff bei "OstSportTV".
"Das war wichtig, vor allem nach dem letzten Spiel. So einen Mut zu beweisen und noch auf das Unentschieden zu gehen. Wir sind zufrieden mit dem Punkt", fügte Kapitän Janik Mäder (29) hinzu.
BSG Chemie Leipzig weiter tief im Abstiegskampf
Klar ist aber auch, dass sich die Situation in der Regionalliga Nordost nicht viel verändert hat. Der FC Eilenburg konnte gegen den Chemnitzer FC auch punkten (1:1).
Chemie muss unbedingt am Dienstag gegen Hertha Zehlendorf gewinnen und hat dann die Chance, mit einem möglichen Derbysieg gegen Lok Leipzig ganz viel Selbstvertrauen zu sammeln.
Tabelle Regionalliga Nordost
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
1. FC Lokomotive Leipzig | 27 | 55:22 | 61 | |
| 2 |
|
Hallescher FC | 26 | 47:23 | 53 | |
| 3 |
|
FC Carl Zeiss Jena | 26 | 48:28 | 51 | |
| 4 |
|
FC Rot-Weiß Erfurt | 26 | 50:33 | 50 | |
| 5 |
|
FSV Zwickau | 26 | 40:32 | 48 | |
| 6 |
|
VSG Altglienicke | 27 | 38:32 | 42 | |
| 7 |
|
Chemnitzer FC | 27 | 43:41 | 38 | |
| 8 |
|
1. FC Magdeburg II | 27 | 43:37 | 37 | |
| 9 |
|
BFC Preussen | 25 | 37:40 | 37 | |
| 10 |
|
FSV 63 Luckenwalde | 26 | 29:34 | 35 | |
| 11 |
|
Hertha BSC II | 26 | 38:50 | 30 | |
| 12 |
|
ZFC Meuselwitz | 26 | 36:43 | 29 | |
| 13 |
|
SV Babelsberg 03 | 26 | 42:47 | 28 | |
| 14 |
|
BFC Dynamo | 26 | 31:40 | 28 | |
| 15 |
|
Greifswalder FC | 26 | 27:38 | 26 | |
| 16 |
|
BSG Chemie Leipzig | 27 | 25:44 | 22 | |
| 17 |
|
FC Eilenburg | 28 | 27:48 | 20 | |
| 18 |
|
Hertha 03 Zehlendorf | 24 | 19:43 | 14 | |
Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.