BSG Chemie Leipzig, das war auf so vielen Ebenen wichtig!

Leipzig - Hilfe, war das wichtig! Der Last-Minute-Ausgleichstreffer von Stanley Ratifo (31) am Donnerstagabend gegen die VSG Altglienicke (1:1) war für die BSG Chemie Leipzig auf so vielen Ebenen wichtig. Besonders im Kopf dürfte der Treffer so einiges bewegt haben.

Grenzenloser Jubel bei der BSG Chemie Leipzig nach dem ganzen späten Ausgleichstreffer am Donnerstagabend bei der VSG Altglienicke.  © Matthias Koch

Denn nach dem katastrophalen 0:5 beim SV Babelsberg schwor das Team auf Wiedergutmachung. Das gelang auch, denn Grün-Weiß war gegen die Berliner definitiv die bessere Mannschaft.

Nur vor dem Tor fehlte wie so oft der letzte Punch, die nötige Sicherheit, um Großchancen auch mal über die Linie zu drücken. Dinge eben, mit denen Teams im Abstiegskampf öfters zu kämpfen haben.

Und dann ist es wie so oft: Altglienicke ist einmal durch und erzielt überraschend die Führung. Trotz guter Leistung lief Chemie der nächsten Pleite entgegen. Das wäre extrem hart gewesen, da den Kopf bei den kommenden Aufgaben wieder hochzunehmen.

BSG Chemie Leipzig Herzschlag-Finale! Chemie Leipzig gelingt Lucky Punch in der Nachspielzeit

Doch Ratifo, der zuvor einiges hatte liegenlassen, erlöste die Sachsen in der Nachspielzeit und erschuf damit eine ganz neue Mentalität für den Saisonendspurt.

"Nach dem 0:1-Rückstand hat man gemerkt, dass sie unzufrieden sind, das wollten sie nicht auf sich sitzen lassen. Sie wollten es unbedingt drehen. Diesen unbedingten Willen hat man die ganze zweite Halbzeit extrem gespürt. Ich bin so froh, dass wir uns belohnt haben", resümierte Trainer Alexander Schmidt (57) nach Abpfiff bei "OstSportTV".

"Das war wichtig, vor allem nach dem letzten Spiel. So einen Mut zu beweisen und noch auf das Unentschieden zu gehen. Wir sind zufrieden mit dem Punkt", fügte Kapitän Janik Mäder (29) hinzu.

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BSG Chemie Leipzig weiter tief im Abstiegskampf

Klar ist aber auch, dass sich die Situation in der Regionalliga Nordost nicht viel verändert hat. Der FC Eilenburg konnte gegen den Chemnitzer FC auch punkten (1:1).

Chemie muss unbedingt am Dienstag gegen Hertha Zehlendorf gewinnen und hat dann die Chance, mit einem möglichen Derbysieg gegen Lok Leipzig ganz viel Selbstvertrauen zu sammeln.

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Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 1. FC Lokomotive Leipzig 27 55:22 61
2 Hallescher FC 26 47:23 53
3 FC Carl Zeiss Jena 26 48:28 51
4 FC Rot-Weiß Erfurt 26 50:33 50
5 FSV Zwickau 26 40:32 48
6 VSG Altglienicke 27 38:32 42
7 Chemnitzer FC 27 43:41 38
8 1. FC Magdeburg II 27 43:37 37
9 BFC Preussen 25 37:40 37
10 FSV 63 Luckenwalde 26 29:34 35
11 Hertha BSC II 26 38:50 30
12 ZFC Meuselwitz 26 36:43 29
13 SV Babelsberg 03 26 42:47 28
14 BFC Dynamo 26 31:40 28
15 Greifswalder FC 26 27:38 26
16 BSG Chemie Leipzig 27 25:44 22
17 FC Eilenburg 28 27:48 20
18 Hertha 03 Zehlendorf 24 19:43 14

Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.

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