Fans von Chemie Leipzig wütend nach Abpfiff: "Hat uns wehgetan"
Leipzig - "Nicht reden, sondern machen!" Unter diesem Motto möchte die BSG Chemie Leipzig in das nächste schwere Auswärtsspiel am Donnerstagabend (19 Uhr) gegen die VSG Altglienicke gehen. Das ganz schwache 0:5 in Babelsberg sitzt noch tief in den Knochen.
Denn mit so einer Leistung hat Grün-Weiß dann tatsächlich nichts in der Regionalliga Nordost verloren. Die Abstiegsangst geht längst um in Leutzsch. Entsprechend sauer waren die zahlreich in die Filmstadt mitgereisten Fans nach Abpfiff, ließen das die Mannschaft auch spüren.
"Uns hat das sehr wehgetan in Babelsberg, dass der Disput mit den Fans war, dass die Fans stocksauer waren. Das tut uns weh, weil die Mannschaft wirklich einen sehr guten Charakter hat", ließ Trainer Alexander Schmidt (57) die letzte Auswärtsfahrt Revue passieren.
Der Coach, der gerne auch einmal kritisch auf seine Jungs blickt, stellte sich trotz der harten Niederlage hinter sein Team. "Bei der Mannschaft mach ich es aus Überzeugung, weil sie einfach sauber sind vom Charakter. Sie hauen in jedem Training alles rein."
Vielmehr müssen seine Jungs lernen, dass "jeder verlorene Zweikampf das Spiel entscheiden kann. Aber vom Herz her sind sie hundert Prozent bei der Sache." Die Identifikation mit dem Verein könne man ihnen nicht absprechen.
BSG Chemie Leipzig zum Siegen verdammt
Am Ende zählen aber nur Punkte - und die brauchen die Chemiker jetzt ganz dringend! Es sind die entscheidenden Wochen der Saison. Nach Altglienicke geht es in der kommenden Woche zum Tabellenschlusslicht Hertha Zehlendorf, bevor es zum Stadtderby gegen Tabellenführer Lok Leipzig kommt. Leichter wird es also definitiv nicht.
Das rettende Ufer, Platz 16, liegt momentan fünf Zähler weg. Nicht extrem weit also. Der Greifswalder FC, BFC Dynamo und eben Babelsberg zeigten zuletzt aber gute Leistungen und werden sicherlich nicht mehr so oft verlieren in dieser Spielzeit. Chemie helfen keine Ausreden mehr. Siegen ist Pflicht, um dem Abstieg zu entkommen.
Titelfoto: Matthias Koch
