Herzschlag-Finale! Chemie Leipzig gelingt Lucky Punch in der Nachspielzeit

Fürstenwalde/Spree - Ganz später Punkt für Chemie Leipzig am Donnerstagabend! Bei der VSG Altglienicke sah die BSG lange Zeit wie der unglückliche Verlierer aus, holte in der Nachspielzeit beim 1:1 (0:0) aber doch noch einen - vielleicht sehr wichtigen - Punkt.

Nach der 0:5-Pleite in Babelsberg haben wieder Hunderte Chemie-Fans ihre Mannschaft nach Fürstenwalde begleitet.
Nach der 0:5-Pleite in Babelsberg haben wieder Hunderte Chemie-Fans ihre Mannschaft nach Fürstenwalde begleitet.  © Matthias Koch

Das 0:5 in Babelsberg möglichst schnell aus den Beinen bekommen wollten die Leutzscher in der Fürstenwalder Spree-Arena, in der die VSG diese und kommende Saison ihre Heimspiele bestreitet - 50 Kilometer von daheim entfernt.

Obwohl die Gäste die besseren Chancen hatten, diese aber ungenutzt ließen, erzielten die Berliner in der zweiten Hälfte das Tor. Marcel Bergmann parierte erst stark gegen Mehmet Ibrahimi, beim Nachschuss von Ogulcan Tezel hatte er keine Chance - 1:0 (60.).

Ganz spät in der Nachspielzeit gelang den Gästen dann doch noch der überfällige Ausgleich, als Stanley Ratifo die Kugel durch die Beine des nach Rotsperre zurückgekehrten Keepers Luis Klatte spitzelte (90.+3). Der Nationalstürmer Mosambiks hatte schon beim 3:0 in der Hinrunde alle Tore erzielt.

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Dabei hätte es schon in der Anfangsphase der Partie 1:0 für das Team von Alexander Schmidt stehen können, doch der überraschend frei stehende Ratifo zielte über Klattes Gehäuse (4.).

Ogulcan Tezel (l.) verwertete einen Abpraller zum 1:0 für Altglienicke.
Ogulcan Tezel (l.) verwertete einen Abpraller zum 1:0 für Altglienicke.  © Matthias Koch

Regionalliga Nordost: Chemie Leipzig holt ganz späten Punkt bei der VSG Altglienicke

Chemie-Stürmer Stanley Ratifo (liegend) ließ zwei Großchancen ungenutzt und traf doch noch.
Chemie-Stürmer Stanley Ratifo (liegend) ließ zwei Großchancen ungenutzt und traf doch noch.  © Matthias Koch

Die größte Gelegenheit der ersten Hälfte gehörte Liga-Toptorschütze Jonas Nietfeld, der nach butterweiche Flanke hinter die Abwehrkette aber nur an den Pfosten köpfte (44.).

Großes Glück für die Leipziger, die gegen den Tabellensechsten eine ordentliche Leistung zeigten.

Fünf Minuten nach Wiederbeginn wäre eine Chemie-Führung durchaus verdient gewesen. Erst sprang ein Chemiker bei einer scharf getretenen Ecke am Ball vorbei und auch Rudolf Sanin verpasste einen Kopfball (49.).

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Ratifo wurde danach wunderbar freigespielt, rannte über halbrechts auf Klatte zu, legte sich die Kugel dann vielleicht ein bisschen zu weit vor, konnte den Torhüter mit seinem Schuss nicht überwinden (51.).

Einstellung, Bereitschaft und Kampfgeist stimmten, doch auch der eingewechselte Jean-Marie Nadjombe schoss in der 85. Minuten knapp am Kasten vorbei.

Am Ende also doch noch ein knapper Punktgewinn, der am Saisonende entscheidend werden könnte.

Ein Punktgewinn des Willens.
Ein Punktgewinn des Willens.  © Matthias Koch

Titelfoto: Bildmontage: Matthias Koch

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