BSG Chemie Leipzig jubelt gegen TeBe über Kirstein-Tor - kurz darauf muss der Stürmer runter!

Leipzig - Die BSG Chemie Leipzig nähert sich in der Regionalliga Nordost im Eiltempo der Tabellenspitze an! Die Sachsen räumten am Samstagnachmittag auch Tennis Borussia Berlin mit 4:0 (1:0) aus dem Weg und klettern vorerst auf Rang Zwei.

Früher Jubel: Bereits nach 15 Minuten gingen die Hausherren nach einer Ecke in Führung. Torschütze: Florian Kirstein.
Früher Jubel: Bereits nach 15 Minuten gingen die Hausherren nach einer Ecke in Führung. Torschütze: Florian Kirstein.  © Picture Point / Gabor Krieg

Das erste Tor im Alfred-Kunze-Sportpark vor 4023 Fans erzielte Florian Kirstein nach 15 Minuten. Nach 43. Minuten verschoss Dennis Mast einen Elfmeter für Chemie. Denis Jäpel erhöhte aber schließlich in der 57. Minute auf 2:0. Philipp Harant machte kurz darauf das 3:0 (66.). Den Schlusspunkt auf diese Partie setzte Lucas Surek mit dem 4:0 (84.).

Nach dem 2:0 über Drittliga-Absteiger FC Viktoria 1889 Berlin tauschte Co-Trainer Christian Sobottka, der erneut Miroslav Jagatic ersetzte, bei der BSG auf zwei Positionen aus: Kirstein und Florian Brügmann ersetzten Manasse Eshele und Philipp Wendt.

Die Hauptstädter reisten nach der 0:4-Pleite gegen Energie Cottbus mit einigen Personalsorgen nach Leutzsch. Nur Louis Wagner, Robin-Charles Traboulsi und Keeper Melvin Williams blieben Trainer Abu Njie aus der letzten Startelf noch übrig.

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Als entsprechend hoher Favorit gingen die Sachsen also in die Partie, was Torjäger Jäpel unter der Woche als "neue Situation" bezeichnete. Getreu dem Motto: "Wir haben eh nichts zu verlieren", gingen die Berliner überraschend mutig ins Spiel. Trotzdem übernahmen die Grün-Weißen sofort die Kontrolle, allerdings ohne dabei richtig gefährlich zu werden.

Eine Viertelstunde hielt die TeBe-Abwehr dem Druck der Hausherren stand. Nach einer Brügmann-Ecke kam jedoch Kirstein an den Ball, der cool blieb und das Leder zum 1:0 versenkte (15.).

Die BSG drückte sofort auf das zweite Tor, musste sich aber nach einer halben Stunde erst einmal von einem Schock erholen. Nach einem Foul ging es für den Torschützen Kirstein nicht weiter. Er wurde durch Janik Mäder ersetzt.

Aufstellungen der BSG Chemie Leipzig und von Tennis Borussia Berlin in der Regionalliga Nordost

Doppelschlag innerhalb von zehn Minuten sorgt für frühe Entscheidung

Obwohl viele Stammkräfte fehlten, spielten die Berliner gerade in der ersten Halbzeit munter mit.
Obwohl viele Stammkräfte fehlten, spielten die Berliner gerade in der ersten Halbzeit munter mit.  © Picture Point / Gabor Krieg

Kurz vor der Pause gab es noch einmal einen Aufreger. Timo Mauer wurde im Strafraum gefoult - es gab Elfmeter für die Hausherren (43.). Mast trat an, schoss aber viel zu zentral. Williams im Tor fing den Ball sogar - so blieb es zunächst beim 1:0.

Im zweiten Durchgang zeigte sich den über 4000 Anhängern das gleiche Bild. Chemie kontrollierte weitestgehend die Begegnung, TeBe gab sich aber nicht auf.

Nachdem die Berliner immer besser ins Spiel zu kommen schienen, erhöhten die Sachsen eiskalt. Nach einer Flanke von der rechten Seite lauerte Jäpel am kurzen Pfosten und köpfte zum 2:0 ein (57.).

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Danach hatten die Gastgeber alles im Griff. Wieder verteidigten die Hauptstädter eine Ecke schlecht, Brügmann flankte butterweich auf Harant, der zum 3:0 einköpfte (66.).

Jetzt ging es im Grunde genommen nur noch um die Höhe des Sieges. Die BSG wechselte zunächst munter durch. Kurz vor dem Ende fasste sich Surek noch einmal ein Herz, tankte sich durch die TeBe-Abwehr und traf aus spitzem Winkel zum 4:0 (84.).

Danach hatten auch die Chemiker genug. In einer über sehr weite Teile einseitigen Partie gingen die Hausherren als verdienter Sieger vom Platz und haben in der Tabelle nun nur noch den Berliner AK 07 vor sich.

Schon im ersten Durchgang hatten die Sachsen die Chance, höher in Führung zu gehen. Doch Melvin Williams im Berliner Tor hielt unter anderem einen Elfmeter.
Schon im ersten Durchgang hatten die Sachsen die Chance, höher in Führung zu gehen. Doch Melvin Williams im Berliner Tor hielt unter anderem einen Elfmeter.  © Picture Point / Gabor Krieg
Die Grün-Weißen spielten über weite Teile der Partie ihre Favoritenrolle absolut gekonnt aus.
Die Grün-Weißen spielten über weite Teile der Partie ihre Favoritenrolle absolut gekonnt aus.  © Picture Point / Gabor Krieg

Die Leipziger reisen am kommenden Samstag zum Regionalliga-Auswärtsspiel zum Greifswalder FC. TeBe muss erst am Sonntag wieder ran. Dann heißt der Gegner im eigenen Rund VSG Altglienicke.

Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg

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