BSG Chemie Leipzig zittert - aber lebt! "Das hätten wir nicht verdient"

Leipzig - Als das "beste Spiel" unter seiner Regie bezeichnete Chemie Leipzigs Trainer Alexander Schmidt (57) den 1:0-Erfolg der Grün-Weißen am Sonntag gegen Luckenwalde. Ein unheimlich wichtiger Dreier im Abstiegskampf, den die Sachsen aber beinahe noch vertändelt hätten.

Ein riesiger Stein ist der BSG Chemie Leipzig am Sonntag vom Herzen gefallen. Der Sieg gegen Luckenwalde war möglicherweise überlebenswichtig.  © Picture Point / Roger Petzsche

Denn schließt man den goldenen Treffer von Rajk Lisinski (23) mal aus, hat der 16. der Regionalliga Nordost haufenweise gute Möglichkeiten liegen lassen.

"Uns ist vieles gelungen. Das einzige Manko war, dass wir den Sack nicht früher zugemacht haben. Allein Valon hat drei hundertprozentige Torchancen gehabt. Da hätten wir einfach das 2:0 machen müssen", analysierte Schmidt deshalb auch nach Abpfiff.

Und man weiß ja, wie es bei Teams aus dem Tabellenkeller dann oftmals so läuft. Machst du sie vorne nicht, kassierst du sie hinten.

BSG Chemie Leipzig Chemie Leipzig im Keller gefangen: "Macht unseren Spielern mental zu schaffen"

Das bis dahin schwache Luckenwalde hatte dann nach 88 Minuten völlig aus dem Nichts wirklich noch die Chance, den Spielverlauf auf den Kopf zu stellen.

Philipp Kühn (23) fehlte aber das Zielwasser. Aus 14 Metern verzog er frei rechts - Durchatmen bei Chemie. Schmidt: "Wie es dann so ist, haben wir hintenraus dann diese eine Chance zugelassen. Gott sei Dank wurde die nicht verwertet, das hätten wir heute nicht verdient gehabt, dass wir die drei Punkte nicht bei uns behalten."

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Valon Aliji (20) hatte mehrfach einen Treffer auf dem Fuß. Doch das Runde wollte einfach nicht in den Kasten.  © Picture Point / Roger Petzsche

Entscheidende Wochen für die BSG Chemie Leipzig

Trotz des Sieges hängt die BSG Chemie Leipzig noch immer tief im Abstiegskampf fest. Der SV Babelsberg - passenderweise auch nächster Gegner der Leutzscher am kommenden Freitagabend (19 Uhr) - ist drei Punkte entfernt, hat allerdings ein Spiel weniger auf dem Konto. Wie wichtig ein Sieg in der Filmstadt wäre, muss man wohl nicht extra erwähnen.

Es geht eng zu in der Liga. Richtig sicher kann sich Chemie erst auf dem 15. Platz fühlen. Die nächsten Wochen werden entscheidend sein.

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Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 1. FC Lokomotive Leipzig 26 55:20 61
2 Hallescher FC 26 47:23 53
3 FC Rot-Weiß Erfurt 26 50:33 50
4 FC Carl Zeiss Jena 25 45:28 48
5 FSV Zwickau 25 38:32 45
6 VSG Altglienicke 25 34:30 38
7 Chemnitzer FC 26 42:40 37
8 1. FC Magdeburg II 26 40:36 34
9 FSV 63 Luckenwalde 24 27:31 32
10 BFC Preussen 23 31:37 31
11 Hertha BSC II 25 38:48 30
12 ZFC Meuselwitz 25 34:40 29
13 BFC Dynamo 24 29:37 27
14 Greifswalder FC 25 26:35 26
15 SV Babelsberg 03 24 35:45 24
16 BSG Chemie Leipzig 25 24:38 21
17 FC Eilenburg 26 25:44 19
18 Hertha 03 Zehlendorf 22 17:40 11

Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.

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