Chemie Leipzig im Keller gefangen: "Macht unseren Spielern mental zu schaffen"

Leipzig - Ein Sieg aus den vergangenen neun Partien: Die abstiegsbedrohte BSG Chemie Leipzig muss zwingend punkten - und zwar schnell. Trainer Alexander Schmidt (57) ist fest überzeugt: "Der Knoten wird richtig platzen!"

Trainer Alexander Schmidt (57) rechnet fest damit, dass bei Chemie Leipzig zeitnah der "Knoten richtig platzt".
Trainer Alexander Schmidt (57) rechnet fest damit, dass bei Chemie Leipzig zeitnah der "Knoten richtig platzt".  © Picture Point/Roger Petzsche

Sonntag (14 Uhr, LVZ+) gegen den FSV 63 Luckenwalde wäre ein guter Zeitpunkt. Die Brandenburger stecken in einer ähnlichen Ergebniskrise, haben nur eine der vergangenen elf Begegnungen in der Regionalliga Nordost gewinnen können. Die Leutzscher feierten im selben Zeitraum nur zwei Dreier.

Noch ist unklar, welcher Platz am Ende das rettende Ufer bedeutet. Sicher ist nur: Der Letzte, aktuell Hertha Zehlendorf, muss in die Oberliga. Steigt dann auch Aue aus der 3. Liga ab, muss auch der 17., aktuell der mit Chemie punktgleiche FC Eilenburg, runter.

Und schafft obendrein auch noch der Meister, wohl Lok Leipzig, den Aufstieg über die Relegation nicht, müsste auch Platz 16 adieu sagen.

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BSG Chemie Leipzig Veränderungen im Trainerteam vor Sechs-Punkte-Kracher gegen Dynamo

Platz 15 heißt also das erklärte Ziel, um komplett safe zu sein. Dort steht Greifswald, fünf Punkte vor Chemie. "Das ist ein harter Abstiegskampf, der unseren jungen Spielern auch mental zu schaffen macht", bestätigt der Coach.

Abstiegskampf bei Chemie Leipzig "macht unseren jungen Spielern mental zu schaffen"

Der Alfred-Kunze-Sportpark wird auch am Sonntag - wenn auch nicht unter Flutlicht - die Spieler nach vorn peitschen.
Der Alfred-Kunze-Sportpark wird auch am Sonntag - wenn auch nicht unter Flutlicht - die Spieler nach vorn peitschen.  © Picture Point/Roger Petzsche

In der Hinrunde schoss Lucas Will (26) den FSV in der Nachspielzeit zu einem 1:0-Heimsieg. Das war das Ende zweier Siegesserien, durch die die Brandenburger aktuell gesichert im Mittelfeld stehen.

Die große Chance auf die Wende hatte die BSG hingegen im Nachholer am Mittwoch verpasst. Das 2:2 gegen den BFC Preussen war zu wenig, um die besser platzierte Konkurrenz unter Druck zu setzen.

Besonders die erste Halbzeit war inakzeptabel, in der zweiten konnten immerhin zwei Rückstände aufgeholt werden. "Ich kann versichern: Am niedergeschlagensten und enttäuschtesten waren die Spieler", sagte Schmidt auf der Pressekonferenz am Freitag. "Ich habe das Gefühl gehabt, dass die Jungs den Rückstand gebraucht haben, dann befreit aufspielen können."

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BSG Chemie Leipzig 45 Minuten Totalausfall von Chemie Leipzig - aber dann kracht es!

Dass der Knoten richtig platzt, daran glaubt der Zweitliga-Aufstiegstrainer von Dynamo Dresden - "vielleicht zu einem Zeitpunkt, wo gar keiner damit rechnet." Am allerbesten ist der schon am Sonntag.

Titelfoto: Bildmontage: Picture Point/Roger Petzsche

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