Leipzig/Aue - Nils Lihsek (26) wechselt von der BSG Chemie Leipzig zum künftigen Ligakonkurrenten Erzgebirge Aue. Ein Transfer, der sich angedeutet hatte. Für Grün-Weiß aber definitiv ein Verlust, der nicht so leicht zu verdauen ist.
"Er hat sich noch einmal bei mir bedankt für alles, wir hatten ja eine super Arbeit zusammen. Er war einer meiner besten Männer. Schießt das Siegtor gegen Lok, hat super performt. Er war hier sehr beliebt, es ist schade, dass er geht. Meiner Meinung nach ist das sehr unglücklich gelaufen von der Beraterseite her", erzählt BSG-Coach Alexander Schmidt (57) im Gespräch mit TAG24.
Was er meint: "Das ist für uns ärgerlich. Ich habe auch zu Nils gesagt: 'Bleib noch bei mir, ich mache dich bereit für die dritte Liga', denn dann ist es ein wirklicher sportlicher Step. Aber dem Spieler zu erzählen, es ist der nächste Schritt, wenn er innerhalb der Liga wechselt – da habe ich, bei allem Verständnis für das Fußballgeschäft, das Gefühl, dass sich die Spieler inzwischen zu viel auf die Berater verlassen, die ja auch eigene Interessen haben."
In Zukunft sollen solche Wechsel aber seltener werden. Lihsek kam im vergangenen Sommer ablösefrei nach Leutzsch und unterschrieb nur für ein Jahr, kann deswegen jetzt ablösefrei einfach gehen, ohne dass Chemie etwas tun kann.
"Wir lernen daraus und wollen uns dahin entwickeln, dass wir in Zukunft aus einer Position der Stärke heraus verhandeln, Spieler länger als ein Jahr unter Vertrag nehmen können. Wenn Spieler sich bei uns durch gute Leistungen ins Schaufenster stellen, dann wollen wir bei Weggängen auch durch Ablösesummen profitieren", so Schmidt.
Chemie Leipzig werkelt schon fleißig am Kader
Aber natürlich ist man bei Chemie nicht untätig. In den letzten Wochen konnte man schon einige Kaderentscheidungen treffen, die allerdings erst in den nächsten Tagen verkündet werden sollen. Das liegt wohl auch daran, dass es Spieler von Vereinen betrifft, die teilweise noch in Wettbewerben unterwegs sind.
Die BSG möchte durch vorzeitige Verkündungen da jetzt keine Unruhe reinbringen, sagt Alexander Schmidt. "Das gehört sich einfach so, das gebietet der Respekt vor den Vereinen, von denen wir Spieler verpflichten."
Tabelle Regionalliga Nordost
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
1. FC Lokomotive Leipzig | 34 | 65:30 | 72 | |
| 2 |
|
FC Carl Zeiss Jena | 34 | 65:35 | 72 | |
| 3 |
|
FSV Zwickau | 34 | 52:44 | 64 | |
| 4 |
|
Hallescher FC | 34 | 63:36 | 63 | |
| 5 |
|
FC Rot-Weiß Erfurt | 34 | 68:47 | 61 | |
| 6 |
|
VSG Altglienicke | 34 | 50:40 | 53 | |
| 7 |
|
Chemnitzer FC | 34 | 56:52 | 51 | |
| 8 |
|
BFC Preussen | 34 | 50:55 | 50 | |
| 9 |
|
1. FC Magdeburg II | 34 | 61:55 | 49 | |
| 10 |
|
FSV 63 Luckenwalde | 34 | 36:45 | 43 | |
| 11 |
|
SV Babelsberg 03 | 34 | 67:65 | 41 | |
| 12 |
|
BFC Dynamo | 34 | 45:50 | 40 | |
| 13 |
|
BSG Chemie Leipzig | 34 | 43:49 | 40 | |
| 14 |
|
Hertha BSC II | 34 | 46:60 | 40 | |
| 15 |
|
Greifswalder FC | 34 | 40:45 | 38 | |
| 16 |
|
ZFC Meuselwitz | 34 | 44:61 | 33 | |
| 17 |
|
FC Eilenburg | 34 | 35:68 | 23 | |
| 18 |
|
Hertha 03 Zehlendorf | 34 | 30:79 | 14 | |
Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.