Chemie Leipzig vor dickem Brett in Jena: "Nach der Niederlage von Lok ..."

Leipzig - Endlich geht es wieder los! Am Samstagnachmittag kann auch die BSG Chemie Leipzig ins Pflichtspieljahr 2026 starten. Für den neuen Trainer Alexander Schmidt (57), der im Winter den abstiegsbedrohten Klub übernommen hat, wartet auswärts mit dem Zweitplatzierten der Regionalliga Nordost, dem FC Carl Zeiss Jena, gleich die denkbar schwerste Aufgabe zum Einstand.

Mitte Januar lief noch nicht alles rund bei der BSG Chemie Leipzig. Unter anderem der Test gegen Oberligist VFC Plauen ging verloren.  © BSG Chemie Leipzig / Christian Donner

Was aber richtig Mut macht: Die Formkurve der Sachsen zeigt in den letzten Wochen deutlich nach oben. Die sieben Winterneuzugänge wurden in den Kader integriert, die Umstellungen zünden. Zuletzt gelangen in diversen Testspielen sechs Siege am Stück.

"Der Start war erwartungsgemäß schwierig. Die Testspiele haben gezeigt, dass ich auf eine verunsicherte Mannschaft getroffen bin. Das hat sich aber extrem gewandelt. Wir haben eine sehr gute Vorbereitung gespielt. Es kam uns natürlich zugute, dass einige Spiele ausgefallen sind. Aber jetzt wird es auch Zeit, dass es wieder losgeht", so Schmidt auf der Pressekonferenz am Donnerstag vor dem Spiel.

Carl Zeiss ist natürlich aber direkt ein richtiges Brett. Die Thüringer schauen noch Richtung Aufstieg, können mit einem Sieg Boden gutmachen. Grün-Weiß und mindestens 800 Fans, die mitreisen werden, wollen das verhindern.

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Schmidt: "Wir wollen was holen in Jena. Wir treffen auf 'ne Mannschaft, die nach der Niederlage von Lok hoch motiviert sein wird, weil sie näher an die Tabellenspitze heranrücken können. Aber wir haben in den letzten Wochen Selbstvertrauen getankt, das uns sagt, dass wir vor keinem Gegner mehr Angst haben müssen. Unsere Mannschaft ist topfit. Wir wollen mutig auftreten, müssen Männerfußball spielen."

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Am Donnerstag zeigte sich Trainer Alexander Schmidt (57, r.) auf der Pressekonferenz sehr selbstbewusst.  © TAG24

Wer hat das Torwart-Duell bei der BSG Chemie Leipzig gewonnen?

Marcel Bergmann könnte gegen Carl Zeiss Jena im Tor stehen.  © TAG24

Noch nicht in die Karten schauen lassen wollte sich Schmidt bei der Torwart-Frage. Winterneuzugang Marcel Bergmann (27) und Florian Horenburg (24) wechselten sich bei den Testspielen im Kasten immer wieder ab.

Wer das Rennen um die Nummer eins nun gemacht hat?

"Ich möchte noch nicht verraten, wer im Tor stehen wird. Ich würde ja auch gern wissen, wer bei Jena im Sturm stehen wird, das erfahre ich ja aber auch nicht", so Schmidt.

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 1. FC Lokomotive Leipzig 20 41:17 46
2 FC Carl Zeiss Jena 19 38:18 41
3 FC Rot-Weiß Erfurt 20 36:25 37
4 FSV Zwickau 19 30:20 35
4 Hallescher FC 20 30:20 35
6 VSG Altglienicke 19 30:20 34
7 Chemnitzer FC 21 31:29 31
8 1. FC Magdeburg II 20 33:29 26
9 BFC Preussen 17 25:23 26
10 FSV 63 Luckenwalde 18 23:25 26
11 Hertha BSC II 19 27:39 21
12 SV Babelsberg 03 19 28:33 20
13 ZFC Meuselwitz 18 22:30 19
14 Greifswalder FC 19 21:29 19
15 BFC Dynamo 18 20:30 17
16 BSG Chemie Leipzig 18 16:27 13
17 FC Eilenburg 19 17:35 12
18 Hertha 03 Zehlendorf 17 14:33 8

Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.

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