Leipzig - Ein starker Auftritt der BSG Chemie Leipzig am Freitagabend daheim gegen Tabellenführer Rot-Weiß Erfurt wurde nicht mit Punkten belohnt (0:2). Die Sachsen ließen zu viele Chancen liegen und bekamen am Ende zwei Dinger eingeschenkt. Trotzdem konnte Trainer Alexander Schmidt (58) zufrieden sein mit seinen Jungs.
Besonders im ersten Durchgang waren die Grün-Weißen mit dem vermeintlichen Favoriten mindestens auf Augenhöhe.
Nach einer halben Stunde sah man den Trainer aber trotzdem ein paar Minuten lang richtig sauer in seiner Coaching-Zone herumstapfen. Allerdings gingen seine wütenden Worte nicht in Richtung Spielfeld, sondern mit Blick auf die Tribüne.
Schmidt klärte im Nachgang gegenüber TAG24 auf: "Da kam die Ansage der Polizei während des Spiels. Kein Mensch hört irgendwas. Das sollen die vor dem Spiel machen. Aber Minuten lang bei der Partie dann, das hat ja total genervt."
Die Beamten hatten mehrmals Verordnungen durchgegeben, beispielsweise, welche Utensilien Fans nicht bei sich tragen dürfen. Üblich bei brisanten Partien in der Regionalliga Nordost.
"Wahrscheinlich gibt es da irgendwelche Richtlinien. Das ist mir aber auch schon einmal aufgefallen bei einem Heimspiel, dass mit dem Start, wo alle heiß sind, so eine Ansage kommt. Das stört doch total und keiner versteht etwas", so Schmidt.
Chemie Leipzigs Stürmer Philipp Kühn: "Das ist einfach nur schade"
Trotz der Nebengeräusche lieferten die Chemiker ein wirklich gutes Spiel ab. Dass Grün-Weiß zuletzt nur sehr schwer zu schlagen war, wurde deutlich.
Erfreulich war außerdem, dass der Coach endlich auch mal wieder eine breite Auswahl an Spielern auf der Bank hatte. Für einen Punktgewinn reichte es trotzdem nicht.
"Das ist einfach nur schade, weil ich glaube, dass wir heute nicht die schlechtere Mannschaft waren", analysierte Stürmer Philipp Kühn (23). "Wenn wir hier so eine Leistung bringen, die Fans haben das glaube ich auch honoriert, dann wäre es schon schöner gewesen, hier mit einem oder sogar drei Punkten nach Hause zu gehen."
Schmidt ergänzte, dass, wären die Gastgeber in Führung gegangen, hätte es wohl keine Niederlage gegeben. So bleibt am Ende aber nur Enttäuschung über die verpasste Punktchance.
Tabelle Regionalliga Nordost
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
FC Rot-Weiß Erfurt | 16 | 48:19 | 37 | |
| 2 |
|
Chemnitzer FC | 15 | 34:12 | 33 | |
| 3 |
|
Hallescher FC | 16 | 25:14 | 31 | |
| 4 |
|
VSG Altglienicke | 16 | 32:20 | 30 | |
| 5 |
|
BFC Dynamo | 15 | 24:13 | 29 | |
| 6 |
|
FC Carl Zeiss Jena | 16 | 24:14 | 27 | |
| 7 |
|
FC Erzgebirge Aue | 15 | 24:18 | 27 | |
| 8 |
|
Greifswalder FC | 15 | 29:24 | 23 | |
| 9 |
|
1. FC Lokomotive Leipzig | 15 | 30:28 | 21 | |
| 10 |
|
1. FC Magdeburg II | 15 | 28:29 | 20 | |
| 11 |
|
FSV Zwickau | 15 | 17:25 | 19 | |
| 12 |
|
SV Babelsberg 03 | 15 | 16:27 | 16 | |
| 13 |
|
BFC Preussen | 16 | 20:23 | 15 | |
| 14 |
|
BSG Chemie Leipzig | 16 | 18:25 | 14 | |
| 15 |
|
Hertha BSC II | 15 | 11:26 | 11 | |
| 16 |
|
Tasmania Berlin | 16 | 24:48 | 11 | |
| 17 |
|
RSV Eintracht 1949 | 15 | 15:34 | 9 | |
| 18 |
|
FSV 63 Luckenwalde | 16 | 17:37 | 8 | |
Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in diesem Jahr direkt in die 3. Liga auf.