Chemie Leipzigs Trainer wütet mitten im Spiel Richtung Tribüne - der Grund war aber die Polizei!

Leipzig - Ein starker Auftritt der BSG Chemie Leipzig am Freitagabend daheim gegen Tabellenführer Rot-Weiß Erfurt wurde nicht mit Punkten belohnt (0:2). Die Sachsen ließen zu viele Chancen liegen und bekamen am Ende zwei Dinger eingeschenkt. Trotzdem konnte Trainer Alexander Schmidt (58) zufrieden sein mit seinen Jungs.

Chemie Leipzigs Trainer Alexander Schmidt (58) war nicht begeistert von der Polizei-Durchsage, die während des Spiels durchgeführt wurde.  © Picture Point / Roger Petzsche

Besonders im ersten Durchgang waren die Grün-Weißen mit dem vermeintlichen Favoriten mindestens auf Augenhöhe.

Nach einer halben Stunde sah man den Trainer aber trotzdem ein paar Minuten lang richtig sauer in seiner Coaching-Zone herumstapfen. Allerdings gingen seine wütenden Worte nicht in Richtung Spielfeld, sondern mit Blick auf die Tribüne.

Schmidt klärte im Nachgang gegenüber TAG24 auf: "Da kam die Ansage der Polizei während des Spiels. Kein Mensch hört irgendwas. Das sollen die vor dem Spiel machen. Aber Minuten lang bei der Partie dann, das hat ja total genervt."

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Die Beamten hatten mehrmals Verordnungen durchgegeben, beispielsweise, welche Utensilien Fans nicht bei sich tragen dürfen. Üblich bei brisanten Partien in der Regionalliga Nordost.

"Wahrscheinlich gibt es da irgendwelche Richtlinien. Das ist mir aber auch schon einmal aufgefallen bei einem Heimspiel, dass mit dem Start, wo alle heiß sind, so eine Ansage kommt. Das stört doch total und keiner versteht etwas", so Schmidt.

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Die Chemiker hatten mehrmals die Chance zur Führung, nutzten sie aber einfach nicht.  © Picture Point / Roger Petzsche

Chemie Leipzigs Stürmer Philipp Kühn: "Das ist einfach nur schade"

Trotz starker Leistung gegen den Tabellenführer aus Erfurt standen die Chemiker ohne Punkte da.  © Picture Point / Roger Petzsche

Trotz der Nebengeräusche lieferten die Chemiker ein wirklich gutes Spiel ab. Dass Grün-Weiß zuletzt nur sehr schwer zu schlagen war, wurde deutlich.

Erfreulich war außerdem, dass der Coach endlich auch mal wieder eine breite Auswahl an Spielern auf der Bank hatte. Für einen Punktgewinn reichte es trotzdem nicht.

"Das ist einfach nur schade, weil ich glaube, dass wir heute nicht die schlechtere Mannschaft waren", analysierte Stürmer Philipp Kühn (23). "Wenn wir hier so eine Leistung bringen, die Fans haben das glaube ich auch honoriert, dann wäre es schon schöner gewesen, hier mit einem oder sogar drei Punkten nach Hause zu gehen."

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Schmidt ergänzte, dass, wären die Gastgeber in Führung gegangen, hätte es wohl keine Niederlage gegeben. So bleibt am Ende aber nur Enttäuschung über die verpasste Punktchance.

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Rot-Weiß Erfurt 16 48:19 37
2 Chemnitzer FC 15 34:12 33
3 Hallescher FC 16 25:14 31
4 VSG Altglienicke 16 32:20 30
5 BFC Dynamo 15 24:13 29
6 FC Carl Zeiss Jena 16 24:14 27
7 FC Erzgebirge Aue 15 24:18 27
8 Greifswalder FC 15 29:24 23
9 1. FC Lokomotive Leipzig 15 30:28 21
10 1. FC Magdeburg II 15 28:29 20
11 FSV Zwickau 15 17:25 19
12 SV Babelsberg 03 15 16:27 16
13 BFC Preussen 16 20:23 15
14 BSG Chemie Leipzig 16 18:25 14
15 Hertha BSC II 15 11:26 11
16 Tasmania Berlin 16 24:48 11
17 RSV Eintracht 1949 15 15:34 9
18 FSV 63 Luckenwalde 16 17:37 8

Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in diesem Jahr direkt in die 3. Liga auf.

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