Die BSG Chemie Leipzig feiert ihren neuen Tor-Artisten: "Das ist geisteskrank!"

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Leipzig - Was für eine Befreiung! Am neunten Spieltag der laufenden Regionalliga-Saison konnte die BSG Chemie Leipzig endlich den ersten Sieg einfahren. Und was für einen! Bei Tasmania Berlin gewann Grün-Weiß mit 5:2 und feierte vor allen Dingen Tor-Artist und Doppelpacker Philipp Kühn (23).

Chemie Leipzigs neuer Torjäger heißt Philipp Kühn (23, 2.v.l.). Nach seinem artistischen 4:2 ließ er sich von den mitgereisten Fans feiern.
Chemie Leipzigs neuer Torjäger heißt Philipp Kühn (23, 2.v.l.). Nach seinem artistischen 4:2 ließ er sich von den mitgereisten Fans feiern.  © Matthias Koch

Der Stürmer packte in einer umkämpften zweiten Halbzeit in der 84. Minute unmittelbar vor dem gegnerischen Kasten den Fallrückzieher aus und sorgte somit für das beruhigende 4:2. In der Nachspielzeit vollendete er schließlich zum 5:2-Endstand und ließ sich vom 900-Mann starken Chemie-Anhang berechtigterweise feiern.

"Der Typ macht unfassbare Tore. Der arbeitet unfassbar, rammelt überall rein. Das ist einfach geisteskrank, der macht es überragend, der ist einfach so gut", so die extrem lobenden Worte von Mannschaftskollege Willi Reinke (23) nach dem Abpfiff bei "OstSportTV".

Schon gegen den FSV Zwickau (2:2) sorgte Kühn mit seinen beiden Treffern für einen Punktgewinn der Sachsen. Der zweite Treffer war dabei ebenfalls zirkusreif.

Chemie Leipzig hätte gegen den FSV Zwickau niemals mit elf Akteuren zu Ende spielen dürfen
BSG Chemie Leipzig Chemie Leipzig hätte gegen den FSV Zwickau niemals mit elf Akteuren zu Ende spielen dürfen

Da darf man sich am Ende auch einmal selber loben, wie es Kühn über seinen Fallrückzieher dann auch getan hat: "Das ist natürlich saugeil. Ich spür den Kontakt vom Innenverteidiger, dreh mich dann, treff den Ball dann wirklich perfekt. Ein schönes Tor. Gefällt mir."

Ausgelassen feiern durften die Chemiker in dieser Saison in der Regionalliga Nordost noch nicht. Logisch, dass sie das am Mittwoch dann genossen.
Ausgelassen feiern durften die Chemiker in dieser Saison in der Regionalliga Nordost noch nicht. Logisch, dass sie das am Mittwoch dann genossen.  © Matthias Koch

BSG Chemie Leipzig vor brutal schwierigem Heimspiel gegen den Chemnitzer FC

Sein Trainer Alexander Schmidt (57) nannte die Aktion "spektakulär". Ansprechen muss er aber natürlich, dass es die BSG insgesamt trotzdem sehr spannend gemacht hat, obwohl man gerade in der Anfangsphase der Begegnung alles im Griff hatte.

Dennoch: In den acht Spielen zuvor gelangen den Chemikern insgesamt nur vier Treffer, jetzt sind es fünf in einer Partie gewesen. Der Torfluch scheint gebrochen zu sein. Mal schauen, ob die Grün-Weißen am Sonntag daheim gegen den Chemnitzer FC nachlegen können.

Titelfoto: Matthias Koch

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