Höchste Saison-Niederlage! Chemie Leipzig lässt sich im Abstiegs-Duell abschlachten

Potsdam - Es sollte der zweite Sieg in Folge werden, es wurde eine krachend-schlimme, sogar die höchste Pleite der Saison. Chemie Leipzig hat Freitagabend mit 0:5 (0:0) beim SV Babelsberg verloren, dabei einen Elfmeter verschossen und den Rückstand auf die Filmstädter abreißen lassen.

Einmal mehr nicht zu überhören und auch nicht zu übersehen: Hunderte Chemie-Fans reisten mit nach Babelsberg.  © Matthias Koch

Alle Tore fielen erst im zweiten Durchgang. Linus Queißer ergatterte den Ball, passte auf den rechten Flügel, von wo die Vorlage in die Box kam. Dort verschaffte sich Maurice Covic mit einem Rempler gegen Julian Bell die entscheidenden Zentimeter, legte die Kugel an Marcel Bergmann vorbei zum 1:0 ins Netz (51.).

Nach Wiederanpfiff kam Maxim Langner nicht an eine scharfe Hereingabe heran, verpasste den schnellen Ausgleich (53.).

Rund zehn Minuten nach der Führung war das Duell der Abstiegskandidaten schon vorentschieden: Tim Hoops verlor das Spielgerät im Mittelfeld, George Didoss setzte sich gegen Rudolf Sanin und den zurückgeeilten Hoops durch, hob die Kugel oben links in die Maschen zum 2:0 (62.).

BSG Chemie Leipzig Knoten geplatzt! Chemie Leipzig sackt ganz wichtigen Dreier im Abstiegskampf ein

Didoss schnürte nach Vorlage von Tobias Hasse und Luis Müller noch den Doppelpack zum 3:0 (70.). Darijan Silic versenkte später noch einen Freistoß von halbrechts in Bergmanns Kasten - 4:0 (78.). Den 5:0-Schlusspunkt setzte Jannis Lang in der 89. Minute.

Bezeichnend: Janik Mäder schoss einen Foulelfmeter drüber, konnte keine Ergebniskosmetik betreiben (83.).

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Gleich fünfmal konnte Babelsberg gegen Chemie jubeln.  © Matthias Koch

Regionalliga Nordost: Chemie Leipzig kann nicht an Luckenwalde-Erfolg anknüpfen

Eine der besten Chancen: George Didoss (2.v.l.) tanzt die Abwehr und Torhüter Marcel Bergmann (orange) aus, trifft aber nur das Außennetz.  © Matthias Koch

Durchaus mutig und körperbetont waren die Chemiker zuvor in ihr Auswärtsspiel beim SVB gestartet, der nach gutem Saisonstart plötzlich nur noch drei Punkte vor der BSG lag und zudem neun seiner elf Heimmatches im Karl-Liebknecht-Stadion verlor, in das am Freitag 4996 Zuschauer gekommen waren.

Am interessantesten wurde es in der ersten Hälfte in der 36. Minute mit jeweils einer Großchance auf beiden Seiten. Maximus Babke passte katastrophal hinten raus, Stanley Ratifo hatte ganz viel Platz und gab unbedrängt aber nur ein für den SVB-Keeper dann harmloses Schüsschen ab.

Auf der Gegenseite flitzte George Didoss durch den Sechzehner, traf aber nur das Außennetz. Später, das wissen wir jetzt, folgte aber sein Doppelpack.

Gebrauchter Abend für Valon Aliji (l.), Nils Lihsek (2.v.l.) und die gesamte BSG.  © Matthias Koch

Die schwache Bilanz der Leutzscher gegen Babelsberg erhält somit ein neues Kapitel. Statt des ersten Sieges seit Februar 2022 gibt's eine klare Pleite.

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Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 1. FC Lokomotive Leipzig 27 55:22 61
2 Hallescher FC 26 47:23 53
3 FC Rot-Weiß Erfurt 26 50:33 50
4 FC Carl Zeiss Jena 25 45:28 48
5 FSV Zwickau 26 40:32 48
6 VSG Altglienicke 26 37:31 41
7 1. FC Magdeburg II 27 43:37 37
8 Chemnitzer FC 26 42:40 37
9 FSV 63 Luckenwalde 25 28:31 35
10 BFC Preussen 23 31:37 31
11 Hertha BSC II 26 38:50 30
12 ZFC Meuselwitz 25 34:40 29
13 SV Babelsberg 03 25 40:45 27
14 BFC Dynamo 25 29:38 27
15 Greifswalder FC 26 27:38 26
16 BSG Chemie Leipzig 26 24:43 21
17 FC Eilenburg 27 26:47 19
18 Hertha 03 Zehlendorf 23 19:40 14

Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.

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