Chemie-Leipzig-Spitzel bei Lok-Spiel: "Vermutlich bekommen sie jetzt Stadionverbot"
Leipzig - In der Regionalliga Nordost herrscht Spannung pur! Besonders im Abstiegskampf geht es eng zur Sache. Mittendrin: Die BSG Chemie Leipzig, die am Freitagabend (19 Uhr) zum Nachholspiel zum SV Babelsberg reist.
Die Grün-Weißen sind eigentlich zum Punkten verdammt, um endlich vom möglichen Abstiegsrang 16 wegzukommen. Ausgerechnet die Filmstädter rangieren einen Platz weiter oben auf dem rettenden Ufer - mit einer gespielten Partie weniger wohlgemerkt.
Die Ergebnisse vom Mittwochabend waren überwiegend gut für die Chemiker. Die Mitkonkurrenten im Abstiegskampf, der FC Eilenburg und der Greifswalder FC verloren beide.
Nur Tabellenschlusslicht Hertha Zehlendorf gewann überraschend beim Ligaprimus Lok Leipzig mit 2:0. Eine Partie, die sich die Chemiker ganz genau angeschaut haben.
"Meine beiden Kollegen waren live im Stadion bei Lok, ich nur am Ticker. Wahrscheinlich bekommen sie jetzt Stadionverbot", scherzte BSG-Coach Alexander Schmidt (57) am Donnerstag auf der Pressekonferenz.
"Das war schon überraschend mit Zehlendorf. In der Liga kann jeder jeden schlagen. Das macht die Liga ja so spannend." Chemie bestreitet in den kommenden Wochen ja noch das Stadtderby gegen Lok. Hertha Zehlendorf ist gar zwei Mal der Gegner der Grün-Weißen.
Chemie Leipzig mit wichtiger Reaktion
Für die Sachsen gilt es jetzt trotzdem in erster Linie nur bei sich zu bleiben. Das wichtige 1:0 gegen Luckenwalde zuletzt hat Mut für den Abstiegskampf gemacht. Besonders, weil so viele Dinge zusammenpassten.
Schmidt: "Was mir sehr gut gefallen hat, war die Reaktion der Mannschaft nach dem Preussen-Spiel. Wir waren sauer auf uns selbst. Und das hat man gegen Luckenwalde gesehen. Wir waren willig, griffig und hatten den nötigen Siegeswillen." Diese Tugenden braucht es nun gegen Babelsberg auch. Eine Niederlage würde die Stimmung in Leutzsch vermutlich ganz schnell wieder kippen.
Titelfoto: Picture Point / Roger Petzsche
