Nach Überraschungssieg in Aue muss Chemie Leipzig jetzt trotzdem vorsichtig sein

Aue/Leipzig - Extremer Kontrast: Nach dem Schlusspfiff beim spektakulären Sieg von Chemie Leipzig beim haushohen Favoriten Erzgebirge Aue (1:2) war die Mannschaft kaum zu halten und ließ sich entsprechend von der Fankurve feiern. Trainer Alexander Schmidt (57) hingegen versuchte, die aktuelle Lage richtig einzuordnen.

Ausgelassen einen Sieg feiern war für die BSG Chemie Leipzig in dieser Saison bislang nur ein weiteres Mal drin. In Aue gelang der Überraschungs-Sieg.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

"Natürlich sind wir unzufrieden mit dem Saisonstart, muss man auch sein, absolut berechtigt. Und jetzt haben wir eben Boden gut gemacht, nicht nur wegen den drei Punkten, einfach auch wegen der ganzen Stimmung, unsere Fans sind glücklich. Jetzt müssen wir den Schwung mitnehmen", so der Coach bei "OstSportTV".

Denn die ganze Wahrheit ist auch, dass die Leutzscher mit neun Zählern noch immer in der Tabelle der Regionalliga Nordost unten stehen.

Der Trend geht aber ganz klar in die Richtung, die sich Grün-Weiß schon von Beginn der Saison an vorgestellt hat.

BSG Chemie Leipzig Die BSG Chemie Leipzig feiert ihren neuen Tor-Artisten: "Das ist geisteskrank!"

Endlich belohnt sich die Schmidt-Elf für den Aufwand. Endlich werden einfache Fehler, die zu ärgerlichen Gegentoren geführt haben, weniger.

Dass es nicht leicht ist, gegen Chemie viele Tore zu schießen, zieht sich schon wie ein roter Faden durch die ganze Spielzeit. Doch plötzlich treffen die Leipziger auch vorne. Zuletzt Neuzugang Philipp Kühn (23), der übrigens nicht aus Verletzungsgründen ausgewechselt wurde, sondern eben auch Julius Hoffmann (22), der für den Stürmer kam und als Gegenleistung dann den Siegtreffer machte.

Der Angreifer: "Es war schwer, Aue hat uns hinten reingedrängt. Und dann über einen Freistoß das Tor zu machen, das war einfach geil."

Anzeige
BSG-Trainer Alexander Schmidt (57) versuchte nach dem Sieg in Aue, die Sachlage nüchtern zu betrachten.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Für die BSG Chemie Leipzig geht es im Sachsenpokal weiter

In Leutzsch ist man einen Tag nach dem Erfolg aber schon wieder mit vollem Fokus bei der nächsten Aufgabe. Im Sachsenpokal geht es am Sonntagnachmittag beim Hoyerswerdaer FC weiter. Gegen den Gegner aus der Landesklasse Sachsen ist ein Weiterkommen Pflicht.

Eine ungewohnte Rolle für die Chemiker, die in dieser Spielzeit selten als Favorit ins Rennen gegangen sind.

Anzeige

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Rot-Weiß Erfurt 11 36:11 27
2 Chemnitzer FC 11 25:5 26
3 Hallescher FC 11 18:9 22
4 BFC Dynamo 11 20:12 21
5 VSG Altglienicke 11 20:14 21
6 FC Erzgebirge Aue 11 20:16 21
7 FC Carl Zeiss Jena 11 19:10 19
8 Greifswalder FC 11 23:16 19
9 1. FC Lokomotive Leipzig 11 23:23 15
10 FSV Zwickau 11 13:17 15
11 1. FC Magdeburg II 11 20:23 13
12 SV Babelsberg 03 11 14:17 12
13 BFC Preussen 11 14:17 10
14 BSG Chemie Leipzig 11 12:17 9
15 Hertha BSC II 11 9:21 9
16 RSV Eintracht 1949 11 13:29 6
17 Tasmania Berlin 11 13:36 5
18 FSV 63 Luckenwalde 11 9:28 3

Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in diesem Jahr direkt in die 3. Liga auf.

Mehr zum Thema BSG Chemie Leipzig: