Leipzig - Gebrauchter Tag für Lok Leipzig! Der Tabellenführer der Regionalliga Nordost musste sich am Sonntagnachmittag beim Stadtderby gegen Chemie Leipzig mit 0:1 geschlagen geben. Trainer Jochen Seitz (49) machte seinem Ärger im Nachgang Luft und griff auch die eigenen Fans an.
"Für uns war es ein ganz schlimmer Tag. Nicht nur, dass die Leistung nicht so war, wie wir uns das vorgestellt haben, sondern wir auch ein paar Verletzte zu beklagen haben. Und dann muss man auch ganz ehrlich sagen, dass es uns weh tut, wenn uns die eigenen Fans zum Schluss dann nicht so unterstützen", so der Coach nachdenklich auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.
Was er meint: Nach dem Abpfiff ist Blau-Gelb geschlossen zu den eigenen Anhängern gegangen, hatte sich vielleicht auch einige stärkende Worte erhofft. Doch es wurde eher laut. Die Stimmung beim mitgereisten Anhang war spätestens nach dem Gegentreffer gekippt.
Seitz: "Man sollte dann die Jungs eher aufbauen, aber wir werden am Zaun dann niedergemacht. Fand ich heute ganz schlimm, wenn ich ehrlich bin. Weil wir sind weiterhin Tabellenführer, vier Punkte vorne dran. Wir wissen, dass das für uns gerade 'ne sehr schwierige Phase ist. Ich bin heute sehr enttäuscht über die ganzen Umstände, wie das heute abgelaufen ist. Da muss man sich echt Gedanken machen."
Im Parallelspiel konnte Verfolger Carl-Zeiss Jena mit 2:0 beim BFC Preussen gewinnen, ist nun auf vier Punkte wieder ran an die Loksche. Es wird also doch noch einmal spannend im Meisterschaftskampf.
Freude pur bei Chemie Leipzig
Ganz anders natürlich die Stimmung auf der Gegenseite. Durch den Derbysieg machte sich Grün-Weiß richtig Hoffnung im Abstiegskampf, ist jetzt punktgleich mit dem Greifswalder FC, der auf Rang 15 steht. Das rettende Ufer ist also in Sicht!
"Wir haben sehr diszipliniert gespielt. Kompliment an die Mannschaft! Wir sind super glücklich, dass wir so ein schweres Spiel gewinnen konnten", so Coach Alexander Schmidt (57) nach Abpfiff.
Fünf Spiele sind es nun noch in der Regionalliga Nordost in dieser Saison. An der Spitze und im Keller bleibt es weiterhin spannend.
Tabelle Regionalliga Nordost
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
1. FC Lokomotive Leipzig | 29 | 57:24 | 64 | |
| 2 |
|
FC Carl Zeiss Jena | 29 | 56:29 | 60 | |
| 3 |
|
Hallescher FC | 29 | 55:30 | 56 | |
| 4 |
|
FC Rot-Weiß Erfurt | 28 | 55:37 | 53 | |
| 5 |
|
FSV Zwickau | 29 | 45:40 | 52 | |
| 6 |
|
VSG Altglienicke | 28 | 41:34 | 45 | |
| 7 |
|
BFC Preussen | 28 | 39:43 | 41 | |
| 8 |
|
1. FC Magdeburg II | 29 | 46:40 | 40 | |
| 9 |
|
Chemnitzer FC | 29 | 44:44 | 38 | |
| 10 |
|
FSV 63 Luckenwalde | 29 | 31:40 | 36 | |
| 11 |
|
Hertha BSC II | 28 | 41:51 | 36 | |
| 12 |
|
SV Babelsberg 03 | 29 | 48:51 | 32 | |
| 13 |
|
BFC Dynamo | 28 | 38:43 | 32 | |
| 14 |
|
ZFC Meuselwitz | 28 | 40:47 | 32 | |
| 15 |
|
Greifswalder FC | 29 | 28:40 | 28 | |
| 16 |
|
BSG Chemie Leipzig | 29 | 31:44 | 28 | |
| 17 |
|
FC Eilenburg | 29 | 28:49 | 21 | |
| 18 |
|
Hertha 03 Zehlendorf | 27 | 20:57 | 14 | |
Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.