Pleite gegen Chemie! Lok Leipzigs Seitz schimpft auf eigene Fans: "Ganz schlimm!"

Leipzig - Gebrauchter Tag für Lok Leipzig! Der Tabellenführer der Regionalliga Nordost musste sich am Sonntagnachmittag beim Stadtderby gegen Chemie Leipzig mit 0:1 geschlagen geben. Trainer Jochen Seitz (49) machte seinem Ärger im Nachgang Luft und griff auch die eigenen Fans an.

Zu Beginn der Partie machte der mitgereiste Lok-Anhang noch ordentlich Stimmung. Nach dem Gegentreffer kippte aber die Stimmung. Nach Abpfiff war es dann ganz aus.  © Picture Point / Roger Petzsche

"Für uns war es ein ganz schlimmer Tag. Nicht nur, dass die Leistung nicht so war, wie wir uns das vorgestellt haben, sondern wir auch ein paar Verletzte zu beklagen haben. Und dann muss man auch ganz ehrlich sagen, dass es uns weh tut, wenn uns die eigenen Fans zum Schluss dann nicht so unterstützen", so der Coach nachdenklich auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Was er meint: Nach dem Abpfiff ist Blau-Gelb geschlossen zu den eigenen Anhängern gegangen, hatte sich vielleicht auch einige stärkende Worte erhofft. Doch es wurde eher laut. Die Stimmung beim mitgereisten Anhang war spätestens nach dem Gegentreffer gekippt.

Seitz: "Man sollte dann die Jungs eher aufbauen, aber wir werden am Zaun dann niedergemacht. Fand ich heute ganz schlimm, wenn ich ehrlich bin. Weil wir sind weiterhin Tabellenführer, vier Punkte vorne dran. Wir wissen, dass das für uns gerade 'ne sehr schwierige Phase ist. Ich bin heute sehr enttäuscht über die ganzen Umstände, wie das heute abgelaufen ist. Da muss man sich echt Gedanken machen."

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Im Parallelspiel konnte Verfolger Carl-Zeiss Jena mit 2:0 beim BFC Preussen gewinnen, ist nun auf vier Punkte wieder ran an die Loksche. Es wird also doch noch einmal spannend im Meisterschaftskampf.

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Lok Leipzigs Jochen Seitz (49) zeigte sich nach Abpfiff enttäuscht vom eigenen Anhang.  © Picture Point / Roger Petzsche

Freude pur bei Chemie Leipzig

Seltene Bilder in dieser Saison bei Chemie Leipzig. Mannschaft und Fans konnten nach dem Derbysieg absolut entspannt feiern.  © EHL Media

Ganz anders natürlich die Stimmung auf der Gegenseite. Durch den Derbysieg machte sich Grün-Weiß richtig Hoffnung im Abstiegskampf, ist jetzt punktgleich mit dem Greifswalder FC, der auf Rang 15 steht. Das rettende Ufer ist also in Sicht!

"Wir haben sehr diszipliniert gespielt. Kompliment an die Mannschaft! Wir sind super glücklich, dass wir so ein schweres Spiel gewinnen konnten", so Coach Alexander Schmidt (57) nach Abpfiff.

Fünf Spiele sind es nun noch in der Regionalliga Nordost in dieser Saison. An der Spitze und im Keller bleibt es weiterhin spannend.

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 1. FC Lokomotive Leipzig 29 57:24 64
2 FC Carl Zeiss Jena 29 56:29 60
3 Hallescher FC 29 55:30 56
4 FC Rot-Weiß Erfurt 28 55:37 53
5 FSV Zwickau 29 45:40 52
6 VSG Altglienicke 28 41:34 45
7 BFC Preussen 28 39:43 41
8 1. FC Magdeburg II 29 46:40 40
9 Chemnitzer FC 29 44:44 38
10 FSV 63 Luckenwalde 29 31:40 36
11 Hertha BSC II 28 41:51 36
12 SV Babelsberg 03 29 48:51 32
13 BFC Dynamo 28 38:43 32
14 ZFC Meuselwitz 28 40:47 32
15 Greifswalder FC 29 28:40 28
16 BSG Chemie Leipzig 29 31:44 28
17 FC Eilenburg 29 28:49 21
18 Hertha 03 Zehlendorf 27 20:57 14

Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.

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