BSG Chemie Leipzig will Lok Leipzig heißen Tanz liefern: "Dürfen keine Roten Karten bekommen wegen dummen Dingen!"
Leipzig - Das kann nur ein geiler Fußballnachmittag werden! Am Sonntag (14 Uhr) kommt es zum Stadtderby zwischen der BSG Chemie Leipzig und Lok Leipzig im Alfred-Kunze-Sportpark! Grün-Weiß geht als Außenseiter in die Partie, erhofft sich natürlich aber trotzdem einen Sieg.
"Wir werden Lok hier einen heißen Tanz bieten, das kann ich versprechen. Wir wollen die Emotionen, wir leben davon. Wir wollen nur nicht drüber hinausschießen. In der Formel 1 sagt man: zu hohe Drehzahl ist Motorschaden. Wir dürfen halt keine Roten Karten bekommen wegen dummen Dingen, da müssen wir uns im Griff haben", so BSG-Coach Alexander Schmidt (57) auf der Pressekonferenz am Freitag.
"Es wäre für mich das Größte, wenn wir Lok im Derby schlagen", fügte der Trainer noch hinzu. Es ist sein erstes Stadtderby in den Farben Grün-Weiß gegen den Stadtrivalen. In der Hinrunde stand Adrian Alipour (47) in Pokal und Liga noch an der Seitenlinie.
Aber klar: leicht wird es nicht, auch wenn sich Chemie am Dienstag durch das 5:0 gegen Hertha Zehlendorf Mut holen konnte. Zumal Lok gegen den gleichen Gegner zuletzt 0:2 verloren hat.
"Zehlendorf bedeutet gar nix fürs Derby. Lok war da einfach mal nachlässig und unseren Sieg dürfen wir auch nicht überbewerten. Wir wissen, dass ein sehr schweres Spiel auf uns zukommt", weiß Schmidt genau.
BSG Chemie Leipzig könnte auf Tabellenplatz 16 springen
Die Chemiker sind motiviert bis in die Haarspitzen. Ein Sieg gegen Lok und ein Patzer von Greifswald, die zeitgleich daheim gegen den FSV Zwickau spielen und die Leipziger könnten auf Platz 16 springen. Der Rang, der den Verbleib in der Regionalliga Nordost sichern würde.
Andererseits würden bei einer Pleite die Sorgen wohl aber auch wieder größer werden.
Goalgetter Stanley Ratifo (31): "Gewisser Druck ist immer ganz gut. Ich und die Jungs können aber damit umgehen. Wir wissen, in welcher Situation wir stecken. So eine Derbywoche, wenn du weißt, was auf dich zukommt, das kitzelt dann doch etwas mehr."
Titelfoto: Picture Point / Roger Petzsche
