Trotz Personalnot nur zweite Wahl bei Chemie Leipzig: "Natürlich ärgert es mich"

Leipzig - Für Tyron Profis (24) ging es im Sommer durch seinen Wechsel vom VFC Plauen zu Chemie Leipzig eine Liga nach oben. Die Regionalliga Nordost ist aber schon noch etwas anderes als die Oberliga. Diese Erfahrung macht der Stürmer aktuell bei den Sachsen, wo er meist zu Beginn von der Bank aus zuschauen muss.

Tyron Profis (24) konnte sich bei Chemie Leipzig bislang noch nicht in die Stamm-Elf schießen. Vielleicht bekommt er nun in Greifswald die nächste Startelf-Chance.  © PICTURE POINT / R. Petzsche

Auch am Sonntag beim 2:0 über Hertha II kam der Angreifer erst in der 73. Minute auf den Rasen - trotz absoluter Personal-Not der Chemiker. Profis war der vorletzte mögliche Feldspieler, den Trainer Alexander Schmidt (58) einwechseln konnte.

Zu wenig für die Ansprüche des Torjägers, der in der letzten Saison 19 Treffer und fünf Vorlagen in 31 Pflichtspielen für Plauen ablieferte.

"Natürlich ärgert es mich. Ich glaube, jeder will spielen, vor allen Dingen, wenn es die Personalsituation jetzt ein bisschen hergibt. Aber ich versuche wenigstens, wenn ich reinkomme, ein paar Akzente zu setzen", so der 24-Jährige gegenüber TAG24.

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In der Nachspielzeit wäre dem Stürmer auch fast das 3:0 gelungen. Nur wenige Zentimeter rutschte Profis an einer Hereingabe von Mannschaftskollege Julius Hoffmann (22) vorbei.

Am kommenden Sonntag bekommt der Goalgetter vielleicht noch mehr Gelegenheiten. Offensivpartner Philipp Kühn (23) verletzte sich gegen Hertha kurz vor Schluss so schwer am Kopf, dass er noch am Abend ins Krankenhaus gebracht wurde. Ob es für einen Einsatz in Greifswald reicht, ist fraglich.

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Philipp Kühn (23) musste am Sonntagabend noch ins Krankenhaus gebracht werden. Den Stürmer hatte es heftig am Kopf erwischt.  © Picture Point / Gabor Krieg

Chemie Leipzig mit großem Pech beim Personal

Profis wäre in jedem Fall bereit, auch mal die 90 Minuten zu gehen. Aufgrund der Personalsorgen der Grün-Weißen hat Coach Schmidt vermutlich nicht so viele Auswahlmöglichkeiten bei der Aufstellung.

Profis: "Woche für Woche fällt jemand weg, sei es wegen einer Sperre oder einer Verletzung. Aber man sieht ja, dass wir trotzdem jedes Mal eine Mannschaft auf den Platz bekommen, die mithalten kann. Wir müssen das halt als Team kompensieren."

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Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Rot-Weiß Erfurt 14 42:18 31
2 Chemnitzer FC 14 30:9 30
3 Hallescher FC 14 22:11 29
4 VSG Altglienicke 14 26:17 27
5 FC Carl Zeiss Jena 14 23:12 26
6 BFC Dynamo 14 22:13 26
7 FC Erzgebirge Aue 14 23:18 24
8 Greifswalder FC 14 28:23 22
9 1. FC Magdeburg II 14 27:28 19
10 FSV Zwickau 14 17:22 19
11 1. FC Lokomotive Leipzig 14 27:27 18
12 SV Babelsberg 03 14 15:23 16
13 BSG Chemie Leipzig 14 17:22 13
14 BFC Preussen 14 16:22 11
15 Tasmania Berlin 14 21:39 11
16 Hertha BSC II 14 10:25 10
17 RSV Eintracht 1949 14 15:32 9
18 FSV 63 Luckenwalde 14 14:34 6

Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in diesem Jahr direkt in die 3. Liga auf.

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