Verwunderung über XXL-Partie in Leutzsch: Chemie Leipzig verliert gegen Zweitligist Magdeburg
Leipzig - Die BSG Chemie Leipzig hat am Sonntagnachmittag die erste Testspielpleite der Vorbereitung hinnehmen müssen. Gegen Zweitligist 1. FC Magdeburg unterlagen die Grün-Weißen am Ende mit 1:4. Dass der Testkick eine Besonderheit an sich hatte, erfuhr der mit 4999 Fans ausverkaufte Alfred-Kunze-Sportpark erst nach einer halben Stunde.
Denn per Stadiondurchsage wurde dort erst mitgeteilt, dass die Partie vier Mal 30 Minuten statt zwei Mal 45 Minuten gehen würde. "Beide Teams haben sich darauf geeinigt, dass wir das Maximum aus dem Test holen", so die Leipziger.
Die kommunizierten die Sachlage nach TAG24-Informationen deshalb nicht vorher, weil aufgrund der Liste an angeschlagenen Spielern bis kurz vor Anpfiff nicht ganz klar war, ob der Plan so durchgezogen werden kann.
Die Chemiker begegneten dem Favoriten von Beginn an auf Augenhöhe. Die Männer von Alexander Schmidt investierten viel Kraft in die Laufarbeit.
Nach 15 Minuten hätte sich das beinahe ausgezahlt, als Elias Kratzer frei durchkam, mit seinem Abschluss aber an Schlussmann Dominik Reimann scheiterte.
Das bestraften die Gäste sofort, gingen quasi im Gegenzug durch Richmond Tachie überzeugend mit 1:0 in Führung (16.).
Der FCM wurde dann zunehmend besser und setzte sich in der Hälfte von Grün-Weiß fest. Kurz vor der Halbzeit versuchte es Chemies Luca Bürger aber noch einmal mit einem Fernschuss - knapp drüber (28.). Kurz darauf war die erste halbe Stunde gespielt.
1. FC Magdeburg dominiert die beiden letzten Hälften gegen Chemie Leipzig
Im zweiten Durchgang war Chemie deutlich griffiger unterwegs und glich sehenswert aus. Über links setzte sich der auffällige Kratzer stark durch und tunnelte am Ende noch Reimann - 1:1 (40.).
Viel mehr Weltbewegendes passierte bis zur nächsten Pause dann nicht, außer dass Rajk Lisinski auf Chemie-Seite und Magdeburger Baris Atik jeweils angeschlagen runter mussten und Marcel Bergmann einmal überragend einen Schuss von Leon Mergner parierte.
Nach einer etwas längeren Unterbrechung wurde schließlich die dritte Hälfte angepfiffen. Beide Teams wechselten gut durch. Dem FCM nutzte das mehr. Nach einem Angriff über links kam Pierre Nadjombe frei zum Kopfball und machte links unten das 2:1 (64.).
Die Hausherren hatten nun einige Probleme. Der Zweitligist nutzte das, griff in der 76. wieder von links an. Nach der Hereingabe in den Strafraum war wohl Chemies Philipp Wendt als letzter dran, der die Kugel ins eigene Netz beförderte.
Im letzten Block war zu merken, dass die Kräfte in der Leipziger Sonne langsam schwanden. Zumal die Gäste frisch aus dem Trainingslager kamen. Grün-Weiß war deshalb etwas wacher, drängte zumindest auf den Anschluss. Das Tor machten stattdessen aber die Gäste per Foulelfmeter. Torschütze war Moritz Kwarteng, der trocken flach rechts netzte (101.). Mehr passierte nicht.
Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg

