Komische Umstände, aber nächster Sieg! Chemie gewinnt auch gegen Ex-Drittligist
Hannover - Ziemliche Unruhe vor dem vierten Test der BSG Chemie Leipzig in der Vorbereitung auf die kommende Spielzeit. Das ursprünglich vor Zuschauern geplante Spiel gegen Hannover II, das eigentlich im Eilenriedestadion in Hannover stattfinden sollte, wurde nicht nur zeitlich und geografisch verlegt, sondern auch unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeführt.
Die Sachsen nutzten die Begegnung vor dem Schmankerl der Vorbereitung am Sonntag daheim gegen den 1. FC Magdeburg (14 Uhr) dennoch optimal und gingen in der H96-Akademie mit einem 2:1 (2:0) als Sieger vom Platz.
Anton Bulland brachte die Chemiker mit einem abgefälschten Schuss in der 21. Minute mit 1:0 in Führung, ein Eigentor der Gastgeber (41.) führte zur 2:0-Halbzeitführung.
Trainer Alexander Schmidt rotierte zur zweiten Spielhälfte ordentlich durch und musste in der 63. Minute den 1:2-Anschluss per Nachschuss hinnehmen. Mehr passierte aber nicht.
Das Schmidt-Team kann also definitiv mit breiter Brust in das Duell mit den Sachsen-Anhaltern gehen. Drei Siege und ein Unentschieden lautet die Bilanz der bisherigen Testspiele.
Trotzdem: Chemie hatte sich das am Mittwoch definitiv anders vorgestellt gehabt. Gerade der Ausschluss der Fans machte die Sachsen sauer: "Gastgeber Hannover 96 informierte uns im Nachgang der Spielvereinbarung, dass eine Austragung des Spiels mit Zuschauern mit der Erfüllung von Sicherheitsauflagen (u. a. Ordnungsdienst) verbunden ist", hieß es in einer Meldung.
Und weiter: "Ursprünglich mit Hannover 96 vereinbart war, dass Öffentlichkeit und Zuschauer zugelassen sind. In Zukunft werden wir unsere Bemühungen bei der Spielplanung dahingehend verstärken, dass alle Testspiele unter Chemie-Beteiligung mit Zuschauern stattfinden können."
Selbst Chemie Leipzig weiß nicht, warum die Partie zeitlich verlegt wurde
TAG24 fragte beim Vertreter der Regionalliga Nord noch einmal nach, warum sich die Pläne geändert haben. Dadurch wurde klar, dass die Problematik nicht aufgekommen wäre, hätte die Partie im Eilenriedestadion durchgeführt werden können.
"Im Vorlauf der Partie äußerte die Polizei Sicherheitsbedenken, auf deren Basis das Spiel nach Rücksprache mit der BSG Chemie Leipzig ohne Zuschauer ausgetragen wird. Hintergrund ist die Tatsache, dass das Spiel nicht im Eilenriedestadion stattfinden wird, wodurch eine Fantrennung nicht möglich ist", so die Verantwortlichen aus Hannover.
Die U23 hätte es "akzeptiert", hätte sich die BSG gegen eine Austragung entschieden.
Warum dann auch die Ansetzung von 14 Uhr auf 18 Uhr verlegt wurde, ist nicht bekannt. Auch Chemie Leipzig hatte offenbar keine Begründung dafür bekommen.
Titelfoto: Picture Point / Roger Petzsche

