Campulka sieht den CFC nicht in der Krise: "Von diesem Denken müssen wir uns lösen!"

Chemnitz - Acht Punkte nach sechs Spieltagen - das ist nicht das, was sich der Chemnitzer FC erhofft hat. Bis zum 3. Spieltag, als der NOFV-Meister BFC Dynamo 1:0 besiegt wurde, war die Mannschaft von Trainer Christian Tiffert (40) auf Kurs, hatte kein einziges Gegentor kassiert.

CFC-Innenverteidiger Tim Campulka (23) lässt sich von den beiden Niederlagen in Folge nicht entmutigen: "Wir sollten selbstbewusst nach vorn schauen."
CFC-Innenverteidiger Tim Campulka (23) lässt sich von den beiden Niederlagen in Folge nicht entmutigen: "Wir sollten selbstbewusst nach vorn schauen."  © Picture Point/Gabor Krieg

Einen Monat später sieht die Welt anders aus: Nur ein Punkt und sieben Gegentore lautet die Bilanz der vergangenen drei Spiele.

"Das ist ernüchternd", gesteht Innenverteidiger Tim Campulka (23): "Aber wir müssen uns von dem Denken lösen, dass erst alles gut war und jetzt plötzlich alles schlecht ist. Wir sollten selbstbewusst nach vorn gucken."

Das 1:3 von Cottbus hat Tiffert am Sonntag ausgewertet. "Wir hatten uns viel vorgenommen. Dann liegst du nach 17 Minuten 0:2 zurück. Dass da bei dem einen oder anderen Spieler der Kopf nach unten geht, ist menschlich", sagt Campulka.

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Der 23-Jährige weiter: "Ich habe uns trotzdem nicht so viel schlechter als die Cottbuser gesehen. Und wir hatten in der 86. Minute die große Chance zum 2:2. Fällt das Tor, nehmen wir einen Punkt mit und alle sprechen anders über diese Partie."

CFC-Spieler Campulka: "Wir müssen als Gemeinschaft wieder besser funktionieren und uns an das erinnern, was uns stark gemacht hat"

CFC-Spieler Tim Campulka (23, r.) will, dass die Himmelblauen in der Gemeinschaft besser funktionieren.
CFC-Spieler Tim Campulka (23, r.) will, dass die Himmelblauen in der Gemeinschaft besser funktionieren.  © Picture Point/Gabor Krieg

Durch die Niederlage in der Lausitz ist der Kontakt zu den Spitzenrängen futsch und guter Rat teuer. Wäre die Rückkehr zur Vierer-Abwehrkette - damit war die Tiffert-Elf gegen den BFC zuletzt erfolgreich - eine Lösung?

Campulka will sich an dieser Diskussion nicht beteiligen: "Ich glaube nicht, dass es am System liegt. Entscheidend ist, dass du die Basics auf den Platz bringst. Wir müssen als Gemeinschaft wieder besser funktionieren und uns an das erinnern, was uns stark gemacht hat."

Am Sonnabend geht es im Landespokal ins erzgebirgische Thalheim. Danach warten in der Liga mit Chemie Leipzig und Altglienicke die nächsten Gradmesser.

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Campulka freut sich auf die Herausforderungen: "Ich hätte am liebsten schon dieses Wochenende um Punkte gekämpft. Wir müssen uns vor keiner Mannschaft verstecken. Jeder will sich mit den Besten messen."

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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