CFC kassiert drei Gegentore! Duda: "In diese Wunde müssen wir rein"
Chemnitz/Belek - Das erste Spiel im neuen Jahr erinnerte stark an das alte: Offensiv erfolgreich, defensiv extrem anfällig präsentierte sich der Chemnitzer FC am Dienstagabend (Ortszeit) im Duell mit Fortuna Köln. Die Partie im türkischen Belek endete 3:3 (2:1).
"Die erste Halbzeit hatten wir den Spitzenreiter der Regionalliga West über weite Strecken unter Kontrolle", meinte Johannes Pistol (24). Der Abwehrmann erzielte aus Nahdistanz die frühe Führung.
Teamkollege Anton Rücker (24) schloss sich Pistols Einschätzung an: "Die ersten 45 Minuten haben die Jungs sehr gut gespielt. Das muss man wirklich sagen."
Pistols abgefälschter Schuss, den Jonas Marx über die Linie bugsierte, brachte nach rund einer halben Stunde das 2:0.
Noch vor dem Seitenwechsel brachte ein Ballverlust beim Vorwärtsgang der Chemnitzer die Kölner heran. Der Bundesliga-erfahrene Torjäger Hamadi Al Ghaddioui traf aus elf Metern. Das war der erste Torschuss der Fortuna. Pistol: "Da waren wir hinten drin ungeordnet und machen das Spiel wieder auf."
CFC gibt 3:1-Führung wieder her
In der zweiten Halbzeit eroberte der auffällige Niclas Walther auf der linken Außenbahn den Ball. Die Flanke des bissigen Verteidigers verlängerte Dejan Bozic auf Tobias Stockinger. Der erhöhte per Direktabnahme auf 3:1.
Zum Sieg reichte dieser Vorsprung nicht. Erneut Al Ghaddioui und in der Schlussphase David Kamm Al-Azzawe bestraften weitere Nachlässigkeiten in der himmelblauen Defensive. "Das ist die Wunde, in die wir reinmüssen", betonte Trainer Benjamin Duda.
Der Ausgleich fiel ausgerechnet nach einer Standardsituation. Die stand am Vormittag noch auf dem Trainingsplan der Chemnitzer.
"In einem Testspiel kann man so etwas noch verzeihen", meinte Rücker im ClubTV. Pistol sah das ein klein wenig anders: "Wir dürfen den Vorsprung nicht aus der Hand geben und müssen den Sieg mit nach Hause nehmen. Aber genau dafür sind Testspiele da, um solche Fehler abzustellen. Insgesamt gesehen war es ein gelungener Test."
Der nächste Testspiel-Gegner (Wuppertaler SV) wartet am Samstag auf Pistol & Co.
Titelfoto: Marcus Hengst

