CFC schenkt Spitzenreiter Berliner AK vier Tore ein und feiert vierten Sieg in Folge

Berlin - Bärenstarkes Comeback der Himmelblauen am Freitagabend in der Hauptstadt! Zweimal lag der Chemnitzer FC im Duell mit dem Spitzenreiter Berliner AK 07 zurück. Am Ende triumphierten die Himmelblauen mit 4:2 (1:1). Es war der vierte Sieg in Folge für die Sachsen.

Stephan Mensah (links, im Duell mit Ben Meyer) rückte für den verletzten Max Roscher in die Startelf und bereitete den 1:1-Ausgleich durch Furkan Kircicek vor.
Stephan Mensah (links, im Duell mit Ben Meyer) rückte für den verletzten Max Roscher in die Startelf und bereitete den 1:1-Ausgleich durch Furkan Kircicek vor.  © Fokus FischerFokus Fischerwiesewiese

Trainer Christian Tiffert musste seine Erfolgself ändern. Max Roscher hatte sich beim 4:0 gegen Meuselwitz an der Schulter verletzt. Er wurde durch Stephan Mensah ersetzt.

Der 22-Jährige machte ein gutes Spiel und hatte nach wenigen Sekunden bereits die Riesenmöglichkeit, die Gäste in Führung zu schießen. Felix Brügmann erkämpfte im Mittelfeld den Ball und schickte Mensah auf die Reise.

Der scheiterte an BAK-Schlussmann Luis Zwick. Den Nachschuss setzte Lukas Stagge knapp neben den linken Pfosten.

CFC-Trainer Tiffert zu den letzten Wochen mit zwei Serien: "Das war für mich ein Lernprozess!"
Chemnitzer FC CFC-Trainer Tiffert zu den letzten Wochen mit zwei Serien: "Das war für mich ein Lernprozess!"

Die Berliner machten es besser. Sie nutzten die erste Torchance. Ben Meyer flankte von links. Michael Seaton köpfte aus fünf Metern unhaltbar ein. Da waren reichlich vier Minuten gespielt. Wenig später ließ Bleron Krasniqi Innenverteidiger Tim Campulka aussteigen und zog ab. Schlussmann Jakub Jakubov war bereits abgetaucht. Robert Zickert lenkte die Kugel ab - knapp drüber. Schwein gehabt!

Auch in der 14. und 18. Minute war die Tiffert-Elf mit Fortuna im Bunde. Zunächst nahm Joel Richter von der Strafraumgrenze Maß und traf das Lattenkreuz. Dann köpfte Seaton nach einem Freistoß von Meyer erneut ein. Schiedsrichter Henry Müller aus Cottbus pfiff den Treffer zurück. Sein Assistent hatte eine Abseitsstellung erkannt.

Wie aus dem Nichts fiel der Ausgleich. Mensah ließ Linksverteidiger Meyer aussteigen. Seine Flanke landete bei Furkan Kircicek, der am langen Pfosten gelauert hatte. Der erste Versuch des Chemnitzers, ein Kopfball, wurde von BAK-Torwart Zwick mit einer Hand abgewehrt. Den zweiten Versuch versenkte Kircicek mit seinem rechten Fuß (25.).

Die Startelf vom Chemnitzer FC beim Berliner AK

Trotz zweifacher Rückstand geht der Chemnitzer FC als Sieger vom Platz

Felix Brügmann (hier gegen BSG Chemie Leipzig) erzielte gegen Berlin zwei Tore.
Felix Brügmann (hier gegen BSG Chemie Leipzig) erzielte gegen Berlin zwei Tore.  © Picture Point / Gabor Krieg

Danach verflachte die Partie. Der CFC hatte die starke Offensive des Spitzenreiters jetzt deutlich besser unter Kontrolle. Meyer versuchte es in der 41. Minute aus der Distanz. Jakubov wehrte ab. In der Nachspielzeit zwang Mensah mit seinem Rechtsschuss aus 16 Metern Zwick zur Parade.

Auch nach dem Seitenwechsel schlug der Ball nach vier Minuten im Kasten der Chemnitzer ein. Keanu Schneider konnte ungehindert durchs Mittelfeld laufen und hielt aus rund 30 Metern einfach mal drauf. Jakubov streckte sich vergeblich: 2:1 für den BAK.

Der CFC zeigte sich vom erneuten Rückstand nicht geschockt. Er spielte vor 1058 Zuschauern immer weiter nach vorn und wurde in der 62. Minute für den Mut belohnt. Der Linksschuss von Kilian Pagliuca landete am linken Pfosten und anschließend vor den Füßen von Brügmann. Der Torjäger staubte aus spitzem Winkel erfolgreich ab.

Große Erleichterung beim CFC: Die Himmelblauen gewinnen 4:2.
Große Erleichterung beim CFC: Die Himmelblauen gewinnen 4:2.  © Fokus Fischerwiese

Campulka sorgte mit seinem sicher verwandelten Foulstrafstoß in der 74. Minute für die Chemnitzer Führung (74.). Mensah war von Tarek Chahed im Strafraum zu Fall gebracht worden. Mit der Vorarbeit von Pagliuca erhöhte Brüggmann auf 4:2 (78.). Dieser Doppelschlag saß. Nach fünf Heimsiegen in Folge ging der BAK im Poststadion erstmals als Verlierer vom Rasen.

Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg

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