CFC-Verteidiger Löwe blieb trotz Pferdekuss auf dem Platz: "Ein Spieler, der immer gewinnen will"

Chemnitz - Beim 4:0 gegen Meuselwitz versenkte Chris Löwe (33) einen direkten Freistoß. Am Sonntag gegen Jena gelang das dem Chemnitzer ein zweites Mal. "Das war ein Stück weit der Dosenöffner", wusste der Torschütze vom Chemnitzer FC nach dem 4:0-Heimsieg.

Der frühere Chemnitzer und jetzige Jena-Keeper Kevin Kunz (30) war perplex, als der Löwe-Freistoß zum 1:0 im kurzen Eck einschlug.
Der frühere Chemnitzer und jetzige Jena-Keeper Kevin Kunz (30) war perplex, als der Löwe-Freistoß zum 1:0 im kurzen Eck einschlug.  © picture point/Sven Sonntag

Auch beim 2:0 - Tim Campulka (23) köpfte unhaltbar ein - hatte Löwe seinen starken linken Fuß im Spiel. Dieses Mal schlug er den Eckball scharf und maßgerecht in den Fünfmeterraum. CFC-Trainer Christian Tiffert (40) war froh, dass sein Leitwolf zum Zeitpunkt der beiden Tore überhaupt noch auf dem Rasen stand.

"Chris hatte nach wenigen Minuten signalisiert, dass er einen Pferdekuss auf die Wade bekommen hat und wahrscheinlich rausmuss. Dass er bis zur 58. Minute durchgezogen hat, zeugt von Biss", lobte der Chefcoach.

Tiffert weiß, was er an seinem Linksverteidiger hat: "Chris gibt der Mannschaft extrem viel. Er ist ein Spieler, der immer gewinnen will und dazwischenhaut, wenn der Schlendrian einziehen sollte."

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Nach Schlendrian sieht es aktuell nicht aus. Die Himmelblauen wirken seit Wochen fokussiert und konzentriert. Einer kämpft für den anderen. Das Spiel der Jenaer kam nie zur Entfaltung. Nach dem schnellen 0:2-Rückstand gaben sich die Gäste auch ein Stück weit auf.

"Es bleibt dabei: Wir denken von Spiel zu Spiel"

Chris Löwe (33) ist schnell zum Leitwolf bei den Himmelblauen geworden.
Chris Löwe (33) ist schnell zum Leitwolf bei den Himmelblauen geworden.  © Picture Point/Gabor Krieg

"Wir waren vom Anfang bis zum Ende die klar bessere Mannschaft", erklärte Löwe, der bei seinem zweiten Saisontor das richtige Näschen hatte.

"Torwart Kevin Kunz (30) rechnete wohl mit einer Hereingabe. Ich traf den Ball so, dass er im kurzen Eck einschlug und er nicht herankam. In einem Satz: Ich habe darauf spekuliert, dass Kunz spekuliert", so der 33-Jährige.

Sechs Siege in Folge - die Chemnitzer bauen ihre Erfolgsserie aus. Beim direkten Wiederaufstieg in der Saison 2018/19 schafften sie 15 Siege am Stück.

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Löwe: "Ich habe das damals gar nicht mitbekommen und erst in der vergangenen Woche erfahren. Es bleibt dabei: Wir denken von Spiel zu Spiel. Die nächste Aufgabe heißt Lok Leipzig. Auch dort wollen wir eine Leistung bringen, die uns berechtigt, drei Punkte zu holen."

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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