Chaos-Tage beim Chemnitzer FC: Ab Juli sind alle Trainer vertragslos!

Chemnitz - Trainer Daniel Berlinski (36) wollte sich auch am Tag nach dem überraschenden Aus beim Chemnitzer FC nicht äußern.

Berlinski-Nachfolger Christian Tiffert (40, M.) leitete am Mittwoch das Training der Himmelblauen.
Berlinski-Nachfolger Christian Tiffert (40, M.) leitete am Mittwoch das Training der Himmelblauen.  © Imago Images/Härtelpress

Der 36-Jährige war am Dienstag, 13.30 Uhr, in die Geschäftsstelle bestellt worden. Dort erfuhr Berlinski, dass sein auslaufender Vertrag nicht verlängert wird. Und er bekam von Sport-Geschäftsführer Marc Arnold die sofortige Entlassung serviert. Laut Arnold wolle sich der Verein "ab sofort neu aufstellen".

Berlinski verabschiedete sich nach dem Termin bei Arnold von seinen Spielern. Es sollen sehr emotionale Minuten gewesen sein. Dann packte der Ex-Trainer seine Sachen und fuhr zur Familie ins heimatliche Marsberg.

Bis Ende Juni hat der Übungsleiter noch Planungssicherheit. Dann endet nach knapp zwei Jahren sein Engagement bei den Himmelblauen endgültig.

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Ob Berlinski-Nachfolger Christian Tiffert ab 1. Juli noch beim CFC arbeitet, ist offen. Denn - und das ist die eigentliche Überraschung des Trainerwechsels - der ehemalige Co- und jetzige Cheftrainer hat kein neues Arbeitspapier unterschrieben.

Torwart-Trainer Marcel Höttecke und "Co" Niklas Hoheneder ab 1. Juli ebenfalls vereinslos

CFC-Sportgeschäftsführer Marc Arnold (51, l.) mit seinem neuen Cheftrainer Christian Tiffert.
CFC-Sportgeschäftsführer Marc Arnold (51, l.) mit seinem neuen Cheftrainer Christian Tiffert.  © Picture Point/Roger Petzsche

Es wird noch kurioser: Torwart-Trainer Marcel Höttecke und "Co" Niklas Hoheneder sind - Stand 2. März - ab 1. Juli ebenfalls vertrags- und damit vereinslos. Von TAG24 darauf angesprochen, hielt sich Arnold bedeckt, sprach von einer Konstellation, "die er neu bewerten muss".

Auch in Sachen Spielerverträge konnte der Sportchef am Mittwoch nichts Neues berichten. Rund die Hälfte der Mannschaft besitzt Arbeitspapiere mit einer Laufzeit bis Ende Juni. "Es laufen Gespräche. Viele wissen es zu schätzen, beim CFC zu spielen. Ich denke, dass wir in den kommenden Tagen die eine oder andere Entscheidung bekannt geben werden", so Arnold.

Tiffert sagte am Mittwoch zu seiner Beförderung: "Ich bin glücklich und dankbar für das Vertrauen. Viel ändert sich für mich nicht. Ich war schon immer ganz nah an der Mannschaft dran. Der Rucksack könnte vielleicht etwas schwerer werden, weil ich jetzt in der ersten Reihe stehe. Damit komme ich klar."

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Auf seinen Einstand als Chef muss der 40-Jährige eine Woche länger warten. Das Spitzenspiel am Sonntag bei Lok Leipzig wurde abgesagt. Der CFC bemüht sich um einen Testspielgegner.

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

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