Geisterstimmung im CFC-Stadion! Müller trifft in Nachspielzeit zum Sieg gegen Meuselwitz

Chemnitz - Der Chemnitzer FC hat in der Regionalliga Nordost die zweite Heimniederlage in Folge knapp verhindert. Vor 4300 Zuschauern trafen Dejan Bozic in der 85. Minute zum Ausgleich und der eingewechselte Innenverteidiger Felix Müller in der Nachspielzeit zum 3:2-Sieg gegen den ZFC Meuselwitz.

Die Enttäuschung bei den CFC-Fans wurde in der Südkurve sichtbar. Mit einem Spruchbrand drückten die Anhänger ihren Ärger aus.  © Picture Point/Roger Petzsche

Im Spiel eins nach dem enttäuschenden Landespokal-Aus gegen den Erzrivalen Aue blieb es am Sonntag im weiten Stadionrund ruhig. Die "Ultras Chemnitz 1999" hatten zum Stimmungsboykott aufgerufen.

Nach dem 0:2 gegen den Schacht sorgten die Gäste aus Meuselwitz gleich für die nächste kalte Dusche. Mit dem ersten Angriff gingen sie in Führung. Luis Fischer flankte in der 7. Minute von der linken Außenbahn. Im Zentrum konnte Florian Hansch unbedrängt einköpfen.

Daniel Adamczyk – der Torwart ist einer von neun Spielern, die den Verein im Sommer verlassen – sah nicht gut aus. Der Ball schien haltbar.

Chemnitzer FC Wechselt Stefaniak aus dem Schacht zum CFC? Das sagt Sportchef Löwe

Nach ihrem Fehlpass-Festival kamen die verunsicherten Himmelblauen ab Mitte der ersten Halbzeit besser ins Spiel. Der ZFC hatte sich tief in die eigene Hälfte zurückgezogen, verteidigte mit Mann und Maus den knappen Vorsprung.

Anzeige
Freude bei den Thüringern: Meuselwitz ging in der ersten Halbzeit in Führung.  © Picture Point/Roger Petzsche

Felix Müller schießt den CFC kurz vor Schluss zum Sieg

Kurz vor Ende der ersten Halbzeit der Ausgleich! CFC-Spieler Jonas Marx (2.v.l.) donnerte den Ball ins Netz.  © Picture Point/Roger Petzsche

Zahlreiche Schüsse blockte die Elf von Trainer Georg-Martin Leopold ab oder Torwart Lukas Sedlak war auf dem Posten. Kurz vor dem Pausenpfiff musste der Keeper doch hinter sich greifen. Den Gewaltschuss von Bozic drückte Sturmpartner Jonas Marx über die Linie. 1:1 in der 43. Minute und für einen kurzen Moment Stimmung im Stadion.

Nach Wiederanpfiff dauerte es erneut nur wenige Minuten, und die Kugel zappelte zum zweiten Mal im Chemnitzer Netz. René Eckardt war nach Fischer-Flanke zur Stelle (53.). Die Gastgeber benötigten fast 20 Minuten, um erstmals gefährlich vors Tor zu kommen.

Der Bozic-Kopfball bereitete Sedlak keine Probleme (64.). Der Torwart war auch beim Schuss von Domenico Alberico auf dem Posten (69.).

Chemnitzer FC Nach Pokal-Pleite gegen den Schacht: CFC-Ultras rufen zum Stimmungs-Boykott auf!

Schiedsrichter Marcel Riemer, der nicht seinen besten Tag erwischt hatte, sorgte in der 72. Minute für Verwirrung auf den Rängen. Tobias Stockinger traf nach einem schönen Angriff zum 2:2. Der Referee aus Eisenhüttenstadt pfiff und gab nach kurzer Diskussionsrunde auf dem Rasen zehn Meter vor dem Strafraum Schiedsrichterball.

In der 85. Minute zählte das Tor. Bozic drückte den Ball aus Nahdistanz über die Linie. Chemnitz wollte mehr. Müller belohnte die späte Druckphase mit dem Siegtreffer.

Mehr zum Thema Chemnitzer FC: