Kleiner Bock, große Wirkung: CFC-Keeper Wunsch nimmt Heim-Pleite auf seine Kappe

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Chemnitz - Himmelhochjauchzend, zu Tode betrübt: CFC-Torhüter David Wunsch (23) erlebte bei seinem Startelf-Comeback im Heimspiel der Chemnitzer gegen Hertha BSC II. (0:1) eine Achterbahn der Gefühle.

CFC-Keeper David Wunsch (23, l.) war nach der Niederlage gegen Hertha BSC II. enttäuscht.
CFC-Keeper David Wunsch (23, l.) war nach der Niederlage gegen Hertha BSC II. enttäuscht.  © Picture Point/Roger Petzsche

Nach fast zwei Jahren stand der Keeper am Samstag erstmals wieder in einem Regionalliga-Spiel in der Startelf. Die ersten Eckbälle der Berliner faustete der 23-Jährige aus der Gefahrenzone. Der erste Torschuss der Gäste - Routinier Anis Ben-Hatira (37) hatte aus 25 Metern abgezogen - landete in der 38. Minute im Netz.

Ein krummes, weil abgefälschtes Ding. Wunsch war bereits in die andere Ecke unterwegs. Dennoch nahm er den Treffer nach dem Abpfiff auf seine Kappe.

"Ich kann den Ball natürlich besser zu Dario (Gebuhr/d. R.) spielen. Ich treffe den Ball nicht ordentlich. Er landet in der Mitte. Das ist dann natürlich mein Bock", sagte Wunsch. Sein Zuspiel landete bei Ben-Hatira. Dessen Rechtsschuss fälschte Oliver Rölke (21) entscheidend ab.

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In der zweiten Halbzeit erhielt Wunsch die Möglichkeit, seinen Fehler auszubügeln. Gegen Ben-Hatira (50. Minute) und Mathis Bruns (22, 67.) verhinderte der Schlussmann mit zwei Klasse-Reflexen das 0:2.

Für Wunsch ein schwacher Trost, da das Heimspiel verloren ging: "Wenn durch einen kleineren Bock etwas Großes entsteht, ist das echt nervig - für das gesamte Team, für den betreffenden Spieler umso mehr. Mund abputzen. Weitermachen."

CFC-Torhüter David Wunsch (r.) gab alles, dennoch verloren die Himmelblauen mit 0:1.
CFC-Torhüter David Wunsch (r.) gab alles, dennoch verloren die Himmelblauen mit 0:1.  © Picture Point/Roger Petzsche

CFC-Coach Duda: "Fehler sind Teil des Spiels"

Macht CFC-Keeper Wunsch keinen Vorwurf: Cheftrainer Benjamin Duda (37).
Macht CFC-Keeper Wunsch keinen Vorwurf: Cheftrainer Benjamin Duda (37).  © Picture Point/Roger Petzsche

Wie sah Trainer Benjamin Duda (37) die spielentscheidende Szene, wollte TAG24 wissen?

"Grundsätzlich ist David natürlich in der Lage, den Ball vom Fünfer weiter zu schlagen als nur bis zur Hälfte unserer eigenen Hälfte. Deswegen steckt er beim Gegentor sicherlich mit drin", sagte der Fußball-Lehrer.

Duda ergänzte: "Wie dieses abgefälschte - ich nenne es mal 'Eiertor' - dann reingeht, ist für das Momentum sicherlich symptomatisch. Und trotzdem ist es so: Fehler sind Teil des Spiels. Da wird keinem der Kopf abgerissen. Viel wichtiger ist, wie ich damit umgehe, darauf reagiere. Das hat David mit seinen Paraden in der zweiten Halbzeit sehr gut gemacht."

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

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