Pyrotechnik, Spiel-Unterbrechung, drei Tore: CFC schießt Spitzenreiter ab!

Chemnitz - Zweites Spiel im neuen Jahr, zweiter Sieg: Der Chemnitzer FC hat sein Heimspiel gegen Spitzenreiter 1. FC Lokomotive Leipzig souverän mit 3:0 (0:0) gewonnen. 10.249 Zuschauer verfolgten am Sonntag das Jubiläumsspiel "60 Jahre FCK/CFC"

Im Rahmen des Jubiläumsspiels versammelten sich vor dem Spiel zahlreiche Spieler der "Legenden-Elf".  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Emotional wurde es bereits 20 Minuten vor dem Anpfiff dieses Traditionsduells. Auf dem Rasen standen zahlreiche Spieler aus der "Legenden-Elf". Unter ihnen die beiden Torjäger Daniel Frahn und Anton Fink sowie der frühere Mittelfeld-Regisseur Joachim Müller. Der 73-Jährige war der trotz schwerer Erkrankung im Rollstuhl sitzend ins Stadion gekommen.

Per Video-Botschaft meldete sich der aus beruflichen Gründen verhinderte Michael Ballack, dessen außergewöhnliche Karriere bei den Himmelblauen begann.

Das Spiel hatte noch keine Fahrt aufgenommen, da war es bereits unterbrochen. Aus dem Gästeblock flogen Raketen. Einige landeten auf dem Rasen, direkt neben Lok-Torhüter Andreas Naumann. Referee Lukas Pilz holte beide Mannschaften an den Mittelkreis, wartete, bis sich die Situation beruhigt hatte und pfiff nach wenigen Minuten wieder an.

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Die erste gute Möglichkeit verbuchten die Hausherren. Nach dem ersten Eckball von Tobias Stockinger köpfte Tobias Müller aufs Tor. Farid Abderrahmane klärte auf der Linie (16.).

Kurz darauf konterten die Gäste. Mingi Kang legte per Hacke für Christoph Maier auf. Der heranfliegende Julius Bochmann, für den gesperrten Felix Müller in die Innenverteidigung gerückt, klärte spektakulär.In der 28. Minute flankte Tobias Dombrowa von der linken Seite. Dario Gebuhr hatte aufgepasst, war vor dem einschussbereiten Djamal Ziane am Ball.

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Bereits nach wenigen Spielminuten musste die Partie wegen Pyrotechnik aus dem Gästeblock unterbrochen werden.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Nach einer spielbestimmenden ersten Hälfte der Gäste, zieht Chemnitz das Spiel auf seine Seite

Innerhalb von fünf Minuten trifft der CFC gleich zwei Mal und führt nach fast 70 Minuten 2:0.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Die nächste Lok-Chance entsprang dem Stellungsfehler von Niclas Walther. Schlussmann Daniel Adamczyk machte sich ganz breit und blieb im direkten Duell mit Kang Sieger (39.).

Die Leipziger waren spielbestimmend und hatten dennoch Glück, dass sie nach 45 Minuten nicht mit einem Rückstand in die Kabine gingen. Domenico Alberico hatte nach einer verunglückten Abwehraktion das 1:0 für den CFC auf dem Fuß, jagte die Kugel aus sieben Metern übers Tor (43.).

45 Sekunden nach Wiederanpfiff lag den CFC-Fans erneut der Torschrei auf den Lippen. Dejan Bozic zog von der Strafraumgrenze ab. Der Ball strich denkbar knapp am Torwinkel vorbei. Da wäre Naumann nicht herangekommen.

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Vom Spitzenreiter kam nach dem Seitenwechsel nicht mehr viel. Die Chemnitzer zogen das Spiel auf ihre Seite und gingen in der 62. Minute in Führung. Tobias Müller marschierte auf den Strafraum zu, wurde nicht attackiert, legte sich den Ball auf den linken Fuß und versenkte das runde Leder aus 20 Metern im rechten oberen Winkel.

Fünf Minuten später stellte Bozic vom Elfmeterpunkt auf 2:0. Laurin von Piechowski hatte Alberico am Fünfmeterraum zu Fall gebracht.

Artur Mergel machte Sekunden nach seiner Einwechslung den Deckel drauf. Naumann war weit aus seinem Kasten herausgeeilt und verlor den Ball an den nachsetzenden Chemnitzer. Im Fallen traf Mergel aus 20 Metern ins verwaiste Tor.

Artur Mergel macht den Deckel drauf und schießt das 3:0.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 1. FC Lokomotive Leipzig 20 41:17 46
2 FC Carl Zeiss Jena 19 38:18 41
3 FC Rot-Weiß Erfurt 20 36:25 37
4 FSV Zwickau 19 30:20 35
4 Hallescher FC 20 30:20 35
6 VSG Altglienicke 19 30:20 34
7 Chemnitzer FC 21 31:29 31
8 1. FC Magdeburg II 20 33:29 26
9 BFC Preussen 17 25:23 26
10 FSV 63 Luckenwalde 18 23:25 26
11 Hertha BSC II 19 27:39 21
12 SV Babelsberg 03 19 28:33 20
13 ZFC Meuselwitz 18 22:30 19
14 Greifswalder FC 19 21:29 19
15 BFC Dynamo 18 20:30 17
16 BSG Chemie Leipzig 18 16:27 13
17 FC Eilenburg 19 17:35 12
18 Hertha 03 Zehlendorf 17 14:33 8

Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.

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