Selbstkritische Töne von CFC-Spieler Pistol: "Das muss ich mir ankreiden"
Chemnitz - Giftig, gierig, gallig - diese Grundtugenden fordert CFC-Trainer Benjamin Duda (37) am Samstag (Anstoß 14 Uhr) im Heimspiel gegen die hochtalentierten Bubis von Hertha BSC II. von seinen Jungs. Nicht nur eine Halbzeit lang, sondern über die kompletten 90 Minuten.
Am Mittwoch beim BFC Preussen schaffte der Chemnitzer FC das nicht. Die erste Hälfte wurde komplett verschlafen, das Spiel ging 1:2 (0:2) verloren.
Johannes Pistol (24) verfolgte das Geschehen bis zur 70. Minute von draußen. Dann schickte Duda den Rechtsverteidiger auf den Platz. Pistol hatte direkt die Großchance zum Ausgleich. BFC-Verteidiger Lenny Stein (30) schlug das runde Leder von der Linie.
"Der muss rein. Das muss ich mir ankreiden", zeigte sich der 24-Jährige selbstkritisch. Zwei Tore hat Pistol in dieser Saison bereits erzielt. In den vergangenen Wochen fehlte er.
Eine Fußwurzelfraktur am rechten Fuß - zugezogen im Training - setzte den Abwehrmann Mitte Februar außer Gefecht.
CFC-Coach Duda lobt Pistol nach Einsatz beim BFC Preussen
"Meine Rückkehr hat länger gedauert, als ich es am Anfang gehofft hatte. Schön, dass ich jetzt wieder dabei bin. Die 20 Minuten in Berlin haben sich gut angefühlt", meinte Pistol.
Im Heimspiel gegen Hertha BSC II. wird er länger spielen. "Ob er in der Startelf steht oder erst in der zweiten Halbzeit aufläuft, möchte ich nicht vorwegnehmen", so Duda am Freitag.
Der Chefcoach bescheinigte Pistol eine gute Comeback-Leistung: "Er war ein kleiner Lichtblick. Er hat das Spiel angekurbelt und war ein Gewinn für die letzten 25 Minuten. Jetzt geht es darum, seine Einsatzzeiten Schritt für Schritt zu erhöhen."
Entwarnung konnte der Chefcoach bei Maurizio Grimaldi (23) geben. Der sechsfache Saison-Torschütze hatte sich bei seinem Comeback am Mittwoch in Berlin erneut verletzt.
"Es ist dasselbe Knie, derselbe Schmerzpunkt", sagte Duda: "Aber Maurizio hatte Glück im Unglück. Es ist keine schwerwiegende Knieverletzung. Er wird jetzt einen Schritt zurückmachen und nochmals ein paar Tage individuell trainieren."
Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

