Slapstick-Tor von CFC-Müller sorgt für Frust bei den Gästen: "Der absolute Wahnsinn!"

Chemnitz - Die dritte Heimniederlage in Folge vermieden, die Fans doch noch glücklich und zufrieden auf den Heimweg geschickt: Der Chemnitzer FC hat gegen den ZFC Meuselwitz in letzter Minute das Ruder herumgerissen und mit einem Doppelschlag den 3:2 (1:1)-Sieg erkämpft.

Der Befreiungsschlag für den CFC! Felix Müller (28) schoss kurz vor Schluss das 3:2 für die Chemnitzer.  © Picture Point/Roger Petzsche

"Wir kassieren zwei katastrophale Gegentore", erklärte Trainer Benjamin Duda (37) nach dem Abpfiff. Er sah bis zur 85. Minute "einen zähen Auftritt meiner Jungs in beiden Strafräumen. Am Ende haben sie mich eines Besseren belehrt und die drei Punkte aus dem Feuer gerissen. Das ist das, was in unserer aktuellen Situation am meisten zählt."

Vor 4300 Zuschauern sorgte Torjäger Dejan Bozic (33) in der 85. Minute für den 2:2-Ausgleich. Der eingewechselte Innenverteidiger Felix Müller (28) erzielte in der dritten Minute der Nachspielzeit den Siegtreffer.

"Dieses Slapstick-Tor zum 2:3 ist der absolute Wahnsinn. Das ist eine der bittersten Niederlagen in dieser Saison", ärgerte sich ZFC-Trainer Georg-Martin Leopold (48) über das desolate Defensivverhalten der Gäste.

Chemnitzer FC Wechselt Stefaniak aus dem Schacht zum CFC? Das sagt Sportchef Löwe

Die gingen zweimal in Führung. Der Ex-Chemnitzer Florian Hansch (30) traf in der 7. Minute, Routinier Rene Eckardt (36) acht Minuten nach dem Seitenwechsel.

Beide Male sah die komplette Chemnitzer Hintermannschaft schlecht aus. Das hatte mit aggressiver Zweikampfführung wenig zu tun.

Anzeige
Für ZFC-Trainer Georg-Martin Leopold (48) war es die bitterste Niederlage der Saison.  © Picture Point/Roger Petzsche

CFC-Coach Duda: "Wir wissen auch, wie dieser Sieg zustande gekommen ist"

CFC-Coach Benjamin Duda (37) erhöhte in der Schlussphase den Druck.  © Picture Point/Roger Petzsche

Die Himmelblauen taten sich bis Mitte der ersten Halbzeit gegen die tief stehenden Thüringer schwer. Der Stimmungsboykott im Stadion, zu dem die Ultras Chemnitz 1999 nach der 0:2-Pokalpleite gegen Aue aufgerufen hatten, schien die Spieler zusätzlich zu lähmen.

Nach der straffen Bozic-Hereingabe drückte Jonas Marx (21) kurz vor der Pause den Ball mit der Brust über die Linie: 1:1. In der Schlussphase erhöhte die Mannschaft von Trainer Duda den Druck und wurde spät belohnt.

"Wir haben gewonnen, wissen aber auch, wie dieser Sieg zustande gekommen ist", sagte der CFC-Chefcoach. Duda weiß, dass es einige Dinge kritisch aufzuarbeiten gibt.

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 1. FC Lokomotive Leipzig 31 58:24 68
2 FC Carl Zeiss Jena 31 59:34 63
3 Hallescher FC 31 57:30 60
4 FC Rot-Weiß Erfurt 31 62:41 58
5 FSV Zwickau 31 47:40 58
6 VSG Altglienicke 31 47:37 49
7 Chemnitzer FC 31 49:47 44
8 BFC Preussen 31 45:52 44
9 1. FC Magdeburg II 31 51:46 43
10 FSV 63 Luckenwalde 31 34:43 39
11 Hertha BSC II 31 44:55 39
12 BFC Dynamo 31 41:46 36
13 SV Babelsberg 03 31 56:57 35
14 BSG Chemie Leipzig 31 36:46 34
15 ZFC Meuselwitz 31 42:54 32
16 Greifswalder FC 31 30:42 31
17 FC Eilenburg 31 33:54 23
18 Hertha 03 Zehlendorf 31 26:69 14

Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.

Mehr zum Thema Chemnitzer FC: