Chemnitz – Nach dem Weggang von Tobias Müller (33, Vertrag lief Ende Juni aus) stand fest: Der Chemnitzer FC braucht einen neuen Mannschaftskapitän.
In den Testspielen wanderte die Spielführer-Binde. Jetzt hat sich Trainer Benjamin Duda (38) festgelegt: Neuzugang Andreas Geipl (34) wird Kapitän der Himmelblauen!
Der erfahrene Mittelfeldspieler, der vom Drittligisten Jahn Regensburg kam und mit dem 1. FC Heidenheim 2023 den Aufstieg in die Bundesliga feierte, führt die Mannschaft bereits am Donnerstagabend im Testspiel-Kracher gegen den Bundesligisten 1. FC Union Berlin (Anstoß 18.30 Uhr) mit der Kapitänsbinde aufs Spielfeld.
"Bevor wir in der Saisonvorbereitung ins Fine-Tuning gehen und uns nun mit stärkeren Gegnern messen, haben wir im Trainerteam die Eindrücke der ersten drei Wochen intensiv ausgewertet. Dabei hat sich sehr schnell ein klares Bild ergeben: Andreas Geipl bringt genau die Führungsqualitäten und soziale Kompetenz mit, die wir uns von unserem Kapitän wünschen", betonte Trainer Duda.
Der Fußball-Lehrer zu den weiteren Gründen: "Darüber hinaus hat Andreas in der bisherigen Zeit bei uns gezeigt, dass er eine sportliche Leistungsfähigkeit und Fitness besitzt, die uns verstärkt und auf der Ankerposition der Sechs stabilisiert. Er trägt unsere Ideen in die Mannschaft, in die Kabine und auf den Platz - deshalb ist die Entscheidung, ihm die Kapitänsbinde zu übertragen, für uns nur folgerichtig."
Mannschaftsrat gewählt
Zudem haben die CFC-Spieler ihren Mannschaftsrat gewählt. Diesem gehören neben Kapitän Geipl Innenverteidiger Dennis Slamar (31, er fungiert gleichzeitig als stellvertretender Spielführer), Allrounder Roman Eppendorfer (23), Routinier Jan Löhmannsröben (35) und Mittelfeld-Stratege Tom Baumgart (28) an.
Für den bisherigen Mannschafts-Kapitän Tobias Müller (33) war Ende Juni nach acht Jahren beim CFC und über 200 Pflichtspielen Schluss.
Der zuletzt verletzte Mittelfeldspieler und der Verein konnten sich nicht auf eine weitere Zusammenarbeit verständigen.
„Mir war mir immer wichtig, authentisch und bodenständig zu bleiben und mich nicht zu verstellen. Dass ich die Mannschaft in den vergangenen fünf Jahren als Kapitän anführen durfte, war etwas ganz Besonderes“, sagte Müller zum Abschied.
Aktuell ist der gebürtige Oberlausitzer, der im Februar dieses Jahres von den Fans als einzig aktiver Profi in die FCK/CFC-Legendenelf gewählt worden war, vereinslos.