Eintracht-Ärger über "verlorene Punkte" auf St. Pauli: Was Riera jetzt fordert

Von Sebastian Stiekel

Hamburg/Frankfurt am Main - Mit dem 0:0 beim FC St. Pauli war bei Eintracht Frankfurt niemand zufrieden. Der Champions-League-Teilnehmer droht, Platz sechs aus den Augen zu verlieren. Was Trainer Albert Riera (43) jetzt fordert.

Nnamdi Collins (22, r.) war nach dem mageren 0:0 auf St. Pauli angefressen, ob der verlorenen Punkte im Kampf um Europa.
Nnamdi Collins (22, r.) war nach dem mageren 0:0 auf St. Pauli angefressen, ob der verlorenen Punkte im Kampf um Europa.  © Frank Molter/dpa

Nur ein Punkt beim Abstiegskandidaten FC St. Pauli: Das war für die hohen Ansprüche von Eintracht Frankfurt zu wenig.

"Wir sind Eintracht Frankfurt. Wir wollen immer gewinnen. Deshalb sind das im Endeffekt zwei verlorene Punkte", sagte Abwehrspieler Nnamdi Collins (22) nach dem 0:0 beim neuen Tabellen-16. aus Hamburg. St. Pauli sei ein Gegner, "der nicht so hoch ist in der Tabelle. Und wir wollen noch nach Europa", so Collins.

"Aber wenn man sich den Spielverlauf anschaut, kann man auch nicht sagen: Das ist komplett unverdient und komplett Katastrophe."

Spieltage 28 bis 30 terminiert: Zwei Heim-Abendspiele für die Eintracht im Kampf um Europa
Eintracht Frankfurt Spieltage 28 bis 30 terminiert: Zwei Heim-Abendspiele für die Eintracht im Kampf um Europa

Auch Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche (45) ärgerte sich über die verpasste Gelegenheit, wieder näher an den Tabellensechsten Bayer Leverkusen heranzukommen.

So bleibt es beim Rückstand von neun Punkten. "Wenn man den Spieltag sieht, hätten wir natürlich lieber die drei Punkte geholt. Von daher muss man sagen, dass wir heute zwei Punkte verloren haben", sagte er.

Nach Eintracht-Remis auf St.Pauli: Riera verteidigt seine Spieler

Eintracht-Coach Albert Riera (43) möchte zukünftig eine andere Spielweise seiner Mannschaft sehen.
Eintracht-Coach Albert Riera (43) möchte zukünftig eine andere Spielweise seiner Mannschaft sehen.  © Frank Molter/dpa

Der neue Eintracht-Trainer Albert Riera bewerte das Spiel sehr differenziert. Auch der Spanier war nicht zufrieden mit Leistung und Ergebnis.

Aber er verwies darauf, dass es nach gerade einmal fünf Bundesliga-Spielen unter seiner Führung noch dauern würde, bis die Mannschaft so spielt, wie er sich das vorstellt.

"Wir müssen es deutlich besser machen mit dem Ball. Das ist die Realität", sagte Riera. "Wenn jeder Spieler drei Kontakte hat, wenn er den Ball spielt - drei Kontakte, drei Kontakte, drei Kontakte: Dann kannst du den Gegner nicht überraschen."

England-Klubs heiß auf Eintracht-Offensivstar: 45-Millionen-Transfer im Sommer?
Eintracht Frankfurt England-Klubs heiß auf Eintracht-Offensivstar: 45-Millionen-Transfer im Sommer?

Der Trainer hat andere Vorstellungen. "Wir trainieren das. Und ich bin sicher, dass wir das besser machen werden in der Zukunft."

Der frühere Profi des FC Liverpool stellte sich in Hamburg vor seine Spieler. "Meine Teams werden nicht an Haltung, an Energie, an Leidenschaft und an Motivation verlieren. Das haben wir heute gezeigt. Ich wäre enttäuscht, wenn meine Spieler alle diese Dinge nicht zeigen würde", sagte Riera. "Hätten wir es mit unserer Qualität heute besser machen können? Natürlich! Aber wir arbeiten erst seit vier Wochen zusammen. Ich verlange viel. Das braucht Zeit. Wenn du ein anderes Level erreichen willst, geht es darum."

Titelfoto: Frank Molter/dpa

Mehr zum Thema Eintracht Frankfurt: