"Wenn der Dosenöffner nicht kommt": Eintracht Frankfurt und die Basel-Pleite

Frankfurt am Main - Die Europa League ist für Eintracht Frankfurt gelaufen: Mit der gestrigen 0:1-Niederlage im Rückspiel gegen den FC Basel sind die Hessen aus dem Turnier ausgeschieden. Doch die Adler nehmen die Pleite gelassen.

Basels Taulant Xhaka (r.) und Frankfurts Daichi Kamada kämpfen um den Ball.
Basels Taulant Xhaka (r.) und Frankfurts Daichi Kamada kämpfen um den Ball.  © Georgios Kefalas/KEYSTONE/dpa

Mit der 0:3-Niderlage im Hinspiel gegen die Schweizer war die Ausgangssituation für Eintracht Frankfurt tatsächlich alles andere als glücklich – ein Weiterkommen gegen Basel wäre einem kleinen Fußball-Wunder gleichgekommen.

Es hätte "das perfekte Spiel und das nötige Quäntchen Glück gebraucht", resümierte Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic (48) daher nach dem Abpfiff und fügte hinzu: "Wenn der Dosenöffner nicht kommt, wird es schwer."

Die Frankfurter Spieler nahm Bobic ausdrücklich in Schutz. Er sei trotz der Niederlage zufrieden, "weil jeder sein Herz auf dem Platz gelassen hat".

Wegen der Corona-Pandemie sei die Planung nicht einfach gewesen, man habe Prioritäten setzen müssen. "Natürlich hätten wir früher in die Vorbereitung starten können, aber wir haben den Jungs aus voller Überzeugung vier Wochen frei gegeben, weil wir in der neuen Saison wieder angreifen möchten."

Offenbar hatte man bei Eintracht Frankfurt schon vor dem Spiel gegen Basel vor allem die neue Bundesliga-Saison und den DFB Pokal im Blick.

Trainer Adi Hütter stellt sich vor die Mannschaft von Eintracht Frankfurt

Frankfurts Trainer Adi Hütter (50) engagiert an der Seitenlinie.
Frankfurts Trainer Adi Hütter (50) engagiert an der Seitenlinie.  © Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa

Auch Frankfurts Sportdirektor Bruno Hübner (59) hielt sich nicht lange mit Kritik am Spiel gegen Basel auf ("Uns hat eine eigene Führung und auch manchmal das Spielglück gefehlt."). 

Vielmehr richtete er den Blick nach vorne: " Jetzt können wir uns auf die nächste Saison vorbereiten."

Der Cheftrainer von Eintracht Frankfurt, Adi Hütter (50), stellte sich wie Fredi Bobic vor die Mannschaft, der er trotz der Niederlage "ein Kompliment aussprechen" wollte. Die Spieler hätten alles versucht. "Aber wir sind im Klub auch realistisch genug, um zu wissen, dass es immer eine Saison ohne internationalen Fußball geben kann."

Frankfurts Makoto Hasebe (36) nahm die Basel-Pleite und das Scheitern in der Europa League ebenfalls sportlich: "Wir haben alles gegeben, es aber am Ende nicht geschafft. So ist Fußball." Sein Blick richtet sich nun auch in die Zukunft. Man habe genügend Zeit bis zum ersten Pokalspiel: "Darauf müssen wir uns intensiv vorbereiten, um gut in die neue Saison zu starten."

In dasselbe Horn blies auch der Frankfurter Verteidiger Martin Hinteregger (27): "Jetzt möchten wir eine gute Vorbereitung hinlegen, um eine top Saison spielen zu können."

Die Fußball-Bundesliga startet am 18. September. Die erste Runde im DFB Pokal beginnt schon etwas früher (11. bis 14. September).

Titelfoto: Georgios Kefalas/KEYSTONE/dpa

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