Nur wegen Kohle? Eintrachts Daichi Kamada heizt Transfergerüchte mit Arroganz-Interview an

Frankfurt am Main - Fünf Treffer und satte 15 Torvorlagen! Das sind die Zahlen einer wahren Höhenflieger-Saison von Eintracht Frankfurts Japan-Spielmacher Daichi Kamada (24). Nicht nur, dass er damit zu einem der absoluten Leistungsträger der (fast) perfekten SGE-Saison wurde, er reihte sich auch direkt hinter Toptorjäger André Silva (25) auf Rang zwei der besten Scorer ein. Doch steigt dem 24-Jährigen genau diese Granatenspielzeit nun ein wenig zu sehr zu Kopf?

Geht Eintracht Frankfurts Überflieger Daichi Kamada (24) ab der kommenden Saison bei einem anderen Verein auf Tore- und Vorlagenjagd? (Archivfoto)
Geht Eintracht Frankfurts Überflieger Daichi Kamada (24) ab der kommenden Saison bei einem anderen Verein auf Tore- und Vorlagenjagd? (Archivfoto)  © dpa/Swen Pförtner/dpa-POOL

Im Interview mit dem japanischen Ableger des Online-Fußball-Newsportal "Goal.com" erklärte Kamada nun nämlich nicht nur, dass er sich einen Transfer zu einem anderen Verein im Sommer durchaus vorstellen könne, er legte dabei auch eine Attitüde an den Tag, die so manch ein Fan durchaus als Überheblichkeit empfinden könnte.

"Es ist möglich, dass ich jetzt den Verein wechsle und bei einem Klub mit höherem Ansehen mehr verdiene" - Worte, die nicht gerade vor Zurückhaltung strotzen, so wie man es gerade von einem Staatsbürger des asiatischen Inselstaates erwarten würde.

Zwar sehe Kamada es auch durchaus im Bereich des Möglichen, noch ein Jahr in der Mainmetropole dranzuhängen, eine längerfristige Liebesbeziehung zwischen ihm und den Adlerträgern scheint aber keinesfalls eine Option zu sein.

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Schade, möchte man da durchaus denken, bedenkt man die enorme Wichtigkeit, die des auf dem Platz öfter mal lethargisch wirkenden Zehners, der aber besonders in den Partien gegen "große" Gegner wichtige Beiträge leistete.

So schoss er die Frankfurter beim 2:1-Erfolg gegen den FC Bayern München mit 1:0 in Front, agierte zudem beim 4:3-Torspektakel gegen den VfL Wolfsburg überragend stark.

Wäre Daichi Kamada wirklich ein Verlust für Eintracht Frankfurt?

Dennoch drängt sich die Frage unweigerlich auf, wie wichtig Kamada wirklich für die Eintracht ist und in Zukunft sein könnte. Mit Amin Younes (27) hat man immerhin einen Spielmacher, der ebenfalls den Unterschied ausmachen kann.

Und sollten die mindestens 20 - wenn nicht sogar 25 - Millionen Euro möglicher Ablösesumme dafür sorgen, dass Silva dem Klub vom Stadtwald erhalten bliebe, so könnte man einen Kamada-Weggang wohl durchaus fast schon mit Wohlwollen hinnehmen.

Der Transfersommer der SGE wird nach der starken Bundesliga-Saison mit Tabellenplatz fünf sicherlich alles, nur nicht langweilig.

Titelfoto: dpa/Swen Pförtner/dpa-POOL

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