Eintracht wird zur Schießbude des deutschen Fußballs
Von Patrick Reichardt
Frankfurt am Main/Baku - 39 Gegentore in der Bundesliga, 19 in der Champions League, drei in jedem Spiel in diesem Jahr: Eintracht Frankfurt ist nicht nur vorzeitig aus der Königsklasse ausgeschieden, sondern wird immer mehr zur Schießbude des deutschen Profifußballs.
Ein attraktives Bewerbungsgesuch für interessierte Trainer gibt das Team wenige Tage nach der Trennung von Dino Toppmöller (45) mit dieser Defensive nicht gerade ab.
"Das kann nicht sein, dass wir wieder so spät zwei Gegentore bekommen. Wir kriegen jedes Spiel drei Gegentore. Dann wird es einfach schwer, Spiele zu gewinnen", sagte Ansgar Knauff (24) bei DAZN nach dem bitteren 2:3 (1:1) bei Außenseiter FK Karabach Agdam, das bereits am siebten Spieltag das Aus in der Königsklasse besiegelte.
Die drei Gegentreffer reihen sich nahtlos in die bisherigen Partien im Jahr 2026 ein.
Zuvor gab es ein 3:3 gegen Borussia Dortmund, ein 2:3 beim VfB Stuttgart sowie ein 3:3 bei Werder Bremen. Im DFB-Pokal ist Frankfurt auch raus, es geht für den Traditionsclub damit nur noch um die Bundesliga.
Markus Krösche: "Es ist unser Unvermögen, wenn wir Tore kassieren"
Ein Last-Minute-Tor von Bahlul Mustafazada (28) nahm Frankfurt die letzten minimalen Hoffnungen auf ein Weiterkommen und verdarb Interimscoach Dennis Schmitt (32) dessen Debüt.
Man habe "die gleichen Baustellen" wie in den vergangenen Wochen unter Toppmöller, stellte Knauff nach der Niederlage konsterniert fest.
Auch Sportvorstand Markus Krösche (45) fand klare Worte. "Wir gehen gerade durch ein tiefes Tal. Man merkt die mentale Verfassung der Jungs, wir verfallen immer wieder in die gleichen Muster. Es ist unser Unvermögen, wenn wir Tore so kassieren", sagte Krösche laut "Bild" nach dem Tiefschlag in Baku.
Das Heimspiel gegen Tottenham Hotspur am nächsten Mittwoch (21.00 Uhr) wird für die Hessen zum Abschied aus der Königsklasse.
Titelfoto: AP/DPA

