Frankfurt am Main - Die komplett verkorkste Saison in der Bundesliga geht für Eintracht Frankfurt mit einem 2:2 (0:2) gegen den VfB Stuttgart zu Ende. Die Schwaben ziehen indessen in die Champions League ein.
In einer schwachen Partie kamen die Hausherren erst in der Schlussphase beim Stand von 0:2 durch zwei Elfmeter zurück ins Spiel. Für einen Sieg reichte es dennoch nicht mehr und auch nicht zu einer Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb.
Die Partie begann mit einer gehörigen Verspätung: Mit Pyrotechnik hatten die heimischen Fans erst einmal komplett die Sicht vernebelt. Auch zwei Verletzte habe es dabei laut dem Stadionsprecher gegeben.
Dann spielten beide Teams zunächst munter nach vorne und kamen auch zu Abschlüssen. Den frühen Treffer erzielten die Gäste, als Chema eine Ecke von Chris Führich von links am langen Pfosten wuchtig zum 0:1 aus Eintracht-Sicht einnetzte (10.).
In der Folge überließen die Schwaben das Geschehen auf dem Platz erst einmal den Gastgebern; sehr zum Unmut von Coach Sebastian Hoeneß. Denn die Eintracht kam durchaus zu Chancen, doch Uzun (22.) nach schöner Einzelleistung und Ellyes Skhiri (28.) vergaben.
Gerade als der nun irgendwie verschlafene Kick in Richtung Pause trudelten, schlug der VfB eiskalt zum zweiten Mal zu. Deniz Undav legte eine Führich-Flanke auf Nikolas Nartey ab, der ins linke untere Eck zum 0:2 verwandelte (45.+4).
Doppelpack von Jonathan Burkardt kommt zu spät für Eintracht Frankfurt
Die zweiten 45 Minuten konnte man zunächst als gepflegten Feierabend-Kick abhaken. Durch die klare Führung des SC Freiburg gegen RB Leipzig war Europa für die Adlerträger ohnehin in unerreichbare Ferne gerückt.
Und da die Konkurrenz im Kampf um die Teilnahme an der Champions League aus Leverkusen und Hoffenheim patzte, konnten sich auch die Stuttgarter hinsichtlich des Pokalfinales am kommenden Samstag gegen die Bayern ein wenig schonen.
Doch dann ging VfB-Keeper Alexander Nübel am Strafraum-Eck zu ungestüm gegen den eingewechselten Jonathan Burkardt zu Werke und traf ihn klar. Der Gefoulte verwandelte den fälligen Strafstoß zum 1:2 (72.).
In der Nachspielzeit sprang dann Chema das Spielgerät unglücklich an die Hand. Schiedsrichter Tobias Welz zeigte erneut auf den Punkt und Burkardt traf zum 2:2 Endstand (90.+2)
Die Statistik zum Spiel Eintracht Frankfurt gegen den VfB Stuttgart
Eintracht Frankfurt - VfB Stuttgart 2:2 (0:2)
Eintracht Frankfurt: Zetterer - Kristensen (80. Chandler), Amenda, R. Koch, Brown - Skhiri - Doan, M. Götze (60. Dahoud), Uzun (60. Burkardt), Bahoya (17. Knauff) - Kalimuendo (46. Chaibi)
VfB Stuttgart: A. Nübel - Hendriks, Chabot, Mittelstädt (73. Jaquez) - Leweling, Andrés, Stiller, Führich (73. Vagnoman) - Nartey (87. Jeltsch) - Demirovic (86. Tiago Tomás), Undav
Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden)
Zuschauer: 59.400
Tore: 0:1 Andrés (10.), 0:2 Nartey (45.+4), 1:2 Burkardt (72./Foulelfmeter), 2:2 Burkardt (90.+2/Handelfmeter)
Gelbe Karten: Chaibi (2), Amenda (5) / Andrés (5), Mittelstädt (4), Demirovic (5)
Tabelle 1. Bundesliga
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
FC Bayern München | 34 | 122:36 | 89 | |
| 2 |
|
Borussia Dortmund | 34 | 70:34 | 73 | |
| 3 |
|
RB Leipzig | 34 | 66:47 | 65 | |
| 4 |
|
VfB Stuttgart | 34 | 71:49 | 62 | |
| 5 |
|
TSG 1899 Hoffenheim | 34 | 65:52 | 61 | |
| 6 |
|
Bayer 04 Leverkusen | 34 | 68:47 | 59 | |
| 7 |
|
SC Freiburg | 34 | 51:57 | 47 | |
| 8 |
|
Eintracht Frankfurt | 34 | 61:65 | 44 | |
| 9 |
|
FC Augsburg | 34 | 45:61 | 43 | |
| 10 |
|
1. FSV Mainz 05 | 34 | 44:53 | 40 | |
| 11 |
|
1. FC Union Berlin | 34 | 44:58 | 39 | |
| 12 |
|
Borussia Mönchengladbach | 34 | 42:53 | 38 | |
| 13 |
|
Hamburger SV | 34 | 40:54 | 38 | |
| 14 |
|
1. FC Köln | 34 | 49:63 | 32 | |
| 15 |
|
SV Werder Bremen | 34 | 37:60 | 32 | |
| 16 |
|
VfL Wolfsburg | 34 | 45:69 | 29 | |
| 17 |
|
1. FC Heidenheim | 34 | 41:72 | 26 | |
| 18 |
|
FC St. Pauli | 34 | 29:60 | 26 | |
Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.