Strafe für Jonathan Burkardt: So heftig soll er Eintracht-Trainer Riera beleidigt haben
Frankfurt am Main - Auch vor der letzten Partie der Saison zu Hause gegen den VfB Stuttgart kommt Eintracht Frankfurt nicht zur Ruhe. So soll die Situation zwischen Stürmerstar Jonathan Burkardt (25) und Trainer Albert Riera (44) weiter eskaliert sein.
Laut einem Bericht der "Bild" soll Burkardt während der Partie gegen den BVB am vergangenen Spieltag Riera heftig verbal beleidigt und dafür eine mittlerweile bestätigte Geldstrafe aufgebrummt bekommen haben.
Wir erinnern uns: Riera hatte Burkardt erneut lange auf der Bank schmoren lassen, ehe er ihn beim Stand von 3:1 für Dortmund doch noch in der 82. Minute brachte. Kurz darauf erzielte der 25-Jährige den Anschlusstreffer, leider zu spät.
Im Anschluss holte Burkardt den Ball aus den Maschen und rannte schimpfend mit hochrotem Kopf zurück zum Anstoßpunkt. Dabei legte er auch den Finger auf den Mund und deutete dann wütend in Richtung Trainerbank und Riera.
Wie "Bild" nun wissen will, soll bei Burkardts Wutausbruch der Ausdruck "Puta madre" gefallen sein, ein übles spanisches Schimpfwort. Das sei zunächst gar nicht aufgefallen, erst im Nachhinein seien Videos aufgetaucht, anhand derer man an Burkardts Lippenbewegung die Beleidigung identifiziert haben will.
Riera habe seinen Spieler daraufhin vor versammelter Mannschaft mit den Bildern konfrontiert. Burkardt soll die Aussage auch nicht bestritten und sie mit seinem emotional aufgeheizten Zustand erklärt haben. Eine saftige Geldstrafe verhängte der Trainer trotzdem, angeblich in Höhe von 20.000 Euro.
Riera über Burkardt: "Er hat etwas gemacht, das intern bestraft werden musste"
In der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Stuttgart am Freitag bestätigte der Spanier auch die Strafe - wenn auch nicht die Höhe - aus disziplinarischen Gründen.
"Er hat etwas gemacht, das intern bestraft werden musste. Ich habe es mit der Gruppe geklärt, er hat es akzeptiert. Er hat sich entschuldigt. Das ist für mich das Wichtigste", führte Riera aus, ohne weitere Details zu nennen. Ihn ärgere viel mehr, dass die Sache an die Öffentlichkeit gelangt sei.
Was das jetzt für das Spiel am Samstag bedeutet, ließ der 44-Jährige aber offen. Höchstwahrscheinlich ist es ohnehin sein letztes auf der Trainerbank der Eintracht.
Die Frankfurter müssen indessen punkten, um noch eine Chance auf die Teilnahme an der Conference League zu haben.
Aber selbst bei einem Sieg gegen den VfB, der noch um die Teilnahme an der Champions League kämpft, ist der benötigte siebte Platz nicht gewährleistet und abhängig davon, ob Konkurrent SC Freiburg sein letztes Spiel gegen RB Leipzig verliert.
Titelfoto: Bild-Montage: Florian Wiegandt/dpa

