Nach Mainz-Pleite: Riera wirft mit wilden Worten um sich und stellt sein Team öffentlich bloß
Frankfurt am Main - Reichlich früh! Eintracht Frankfurts Cheftrainer Albert Riera (43) hat seine Mannschaft nach der verdienten 1:2-Niederlage gegen Mainz 05 bereits öffentlich angezählt und sogar die Qualität infrage gestellt.
Pomadig, leblos, uninspiriert: So könnte man den äußerst schwachen Auftritt der SGE im Rhein-Main-Duell kurz und schmerzlos beschreiben.
Vor allem im Offensivdrittel fehlt jedwede Spielidee, wie man einen tief stehenden Gegner knacken kann. Doch Riera hat diesbezüglich einen ganz anderen Ansatz.
"Ich kann Lösungen anbieten und die Art und Weise vorgeben, wie wir uns bewegen müssen. Aber ich stehe hier an der Linie, ich kann den letzten Pass nicht spielen. Wissen Sie, manchmal sehe ich die Lücke, der Spieler nicht. Das soll keine Kritik an den Spielern sein, aber am Ende, im letzten Viertel, ist das die Qualität der Spieler. Ich sage immer, dass wir Trainer den Spielern alles beibringen können, aber am Ende zählt die Qualität", erklärt der Spanier sichtlich genervt nach Abpfiff bei DAZN.
Spricht er etwa seinem eigenen Team, das für ihn "vom Balkon springen" soll, jetzt schon die Qualität ab? Mit einem klaren "Ja" könnte man antworten, wenn man die darauffolgenden Sätze von Riera ebenfalls in Betracht zieht.
Eintracht Frankfurts Coach Riera macht harte Aussagen gegen sein Team
"Wer besser flankt, ist ein 50-Millionen-Spieler, und wer nicht, ist ein 5-Millionen-Spieler. So einfach ist das. Deshalb sind wir Trainer keine Magier. Wir brauchen die Zutaten, gute Zutaten, wir brauchen Spieler. Am Ende liegt es an ihnen", tätigt der 43-Jährige die nächsten äußerst gewagten Aussagen, die sich schnell zum Pulverfass entwickeln könnten.
Dabei hatte die Startelf der Adlerträger mit einem Gesamtmarktwert von 239,50 Millionen Euro (laut transfermarkt.de) gegenüber den 58,35 Millionen von Mainz 05 ganz sicher mehr Qualität auf dem Rasen.
Es fehlt aber ganz offensichtlich noch an einer offensiven Identität. Statt wie von Riera angepriesen, "kein Ball wird nach hinten gespielt", reihten sich Quer- und Rückpasse aneinander - viel Ballbesitz, null Ertrag. Das muss schnellstmöglich besser werden.
Da hilft es allerdings nicht, dass Riera nach gerade einmal sieben Bundesliga-Partien unter seiner Regie die eigene Mannschaft dermaßen unter den Bus wirft. Es bleibt spannend, wie die Spieler in naher Zukunft und langfristig auf solche Ausbrüche reagieren.
Titelfoto: Marc Schüler/dpa

