Frankfurt am Main - Ein Post, der unter die Gürtellinie ging! Eintracht Frankfurt erntete Kritik für einen fragwürdigen Post auf X. Nun meldet sich der betroffene Ex-Profi Max Kruse (37) zu Wort.
In seinem Podcast "Flatterball", den er gemeinsam mit dem ehemaligen Bundesliga-Kicker Martin Harnik (38) betreibt, äußerten sich beide kritisch gegenüber Eintracht Frankfurts Neu-Trainer Albert Riera (43). Auf einer Pressekonferenz sprach die "Bild" den Spanier auf die im Podcast getätigten Äußerungen an.
Es folgte ein übler Tweet der Medienabteilung von Eintracht Frankfurt samt Zensur-Aufforderung: "Liebe BILD_Eintracht, lasst uns doch darauf einigen, dass sich Fragen an unseren Cheftrainer in Pressekonferenzen nicht auf Meinungen aus einem Podcast stützen sollten, in dem von einem der beiden Hosts bereits der Penis durchs Internet gegeistert ist. Alles andere wäre doch unseriös. Danke."
Eine Anspielung auf die 2016 im Netz kursierenden Videos, die offensichtlich das beste Stück von Max Kruse zeigen.
Die Aufnahmen hatte der 37-Jährige damals jedoch nicht selbst veröffentlicht, sondern eine Ex-Freundin ohne seine Zustimmung - was den X-Post der SGE nicht wirklich besser dastehen lässt. Zudem wurde klar, dass sich der Klub vor seinem Handeln nicht einmal richtig informiert hat.
"Sie haben sich nicht informiert, wer in diesem Fall von uns was gesagt hat, haben es dann offiziell bei Twitter kommentiert und dann noch so unseriös reingeschrieben, dass es um mein Geschlechtsteil geht, als offizieller Verein", echauffiert sich Kruse in der neuen Folge.
Martin Harnik reflektiert seine Aussagen und rudert etwas zurück
"Ich muss schon sagen, es tut mir leid: Aber das ist schon grenzwertig", so der ehemalige Klasse-Linksfuß weiter. "Aber jucken tut es mich nicht."
Zum Verständnis: In der vorherigen Podcast-Folge war es vor allem Kollege Harnik, der den Stab über Riera brach.
"Er ist schon extrem überheblich und selbstverliebt. Also, was er da lostrommelt auf den Pressekonferenzen", ätzte der Österreicher und holte weiter aus: "Er ist so ein Typ, da bin ich ganz ehrlich, dem gönne ich auch keinen Erfolg. Er bewegt bei mir gar nichts, dass ich sage: Ja, okay, superinteressant oder spannender Ansatz. Bei dem denke ich nur so: Okay, ihn sang- und klanglos untergehen zu sehen, wäre schon ganz witzig."
Auch für diese aufreizenden Aussagen hagelte es Kritik, die sich Harnik allerdings zu Herzen nahm: "Ich habe das jetzt ein paar Tage sacken lassen und auch reflektiert. Mir ist klar geworden, dass das echt vielleicht einen Tick drüber war. Die Wortwahl war sehr, sehr scharf."
Eintracht Frankfurt entschuldigt sich nicht bei Max Kruse
"In der Sache selbst bleibe ich bei meiner Meinung und Kritik, was das Auftreten von Riera betrifft. Aber die Formulierung war nicht gut. Es war reißerisch und frei Schnauze, aber es entspricht nicht meiner Art und nicht meinem Stil. Deswegen habe ich mich im Nachhinein damit nicht wohlgefühlt", erklärt er sich ausführlich. Ihm gehe es um eine Klarstellung, dass er nicht den richtigen Ton getroffen und nicht die richtige Formulierung gefunden habe.
Eine Entschuldigung, die man annehmen kann. Von der Eintracht hörte man nach dem diskreditierten Post gegen Max Kruse indes nichts mehr.
Tabelle 1. Bundesliga
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
FC Bayern München | 23 | 85:21 | 60 | |
| 2 |
|
Borussia Dortmund | 23 | 49:22 | 52 | |
| 3 |
|
TSG 1899 Hoffenheim | 23 | 49:30 | 46 | |
| 4 |
|
VfB Stuttgart | 23 | 44:32 | 43 | |
| 5 |
|
RB Leipzig | 23 | 44:32 | 41 | |
| 6 |
|
Bayer 04 Leverkusen | 22 | 43:28 | 39 | |
| 7 |
|
SC Freiburg | 23 | 34:37 | 33 | |
| 8 |
|
Eintracht Frankfurt | 23 | 46:49 | 31 | |
| 9 |
|
1. FC Union Berlin | 23 | 29:37 | 28 | |
| 10 |
|
FC Augsburg | 23 | 28:41 | 28 | |
| 11 |
|
Hamburger SV | 22 | 25:32 | 26 | |
| 12 |
|
1. FC Köln | 23 | 33:39 | 24 | |
| 13 |
|
1. FSV Mainz 05 | 23 | 26:38 | 22 | |
| 14 |
|
Borussia Mönchengladbach | 23 | 26:39 | 22 | |
| 15 |
|
VfL Wolfsburg | 23 | 33:49 | 20 | |
| 16 |
|
FC St. Pauli | 23 | 22:40 | 20 | |
| 17 |
|
SV Werder Bremen | 23 | 23:44 | 19 | |
| 18 |
|
1. FC Heidenheim | 23 | 22:51 | 14 | |
Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.