Volle Eintracht-Offensivpower in Stuttgart? Das sagt Toppmöller
Frankfurt am Main - Folgt auf den verrückten Flutlicht-Kick gegen Borussia Dortmund der nächste Kracher? Die Chancen stehen nicht schlecht, bekommt es die Frankfurter Eintracht am Dienstagabend doch mit dem VfB Stuttgart zu tun.
Die Schwaben empfangen mit dem Rückenwind eines 4:1-Erfolgs bei Bayer 04 Leverkusen, der vor allem in Halbzeit eins einer Demütigung glich, Trainer Dino Toppmöller und seine Mannschaft.
Der 45-Jährige erwartet wenig überraschend ein "sehr umkämpftes, sehr intensives Spiel", wie er im Rahmen der Spieltagspressekonferenz am Montag den Pressevertretern erklärte. Stuttgart habe eine Truppe "voll fußballerischer Klasse" und das auch noch gepaart mit der notwendigen "Körperlichkeit".
Man müsse sich auf ein "heißes Duell" einstellen.
Was er von seinen Spielern erwartet? Maximalen Einsatz! Es gelte, in Zweikämpfen dagegenzuhalten, zweite Bälle einzusammeln und auch dadurch den Druck hochzuhalten und Nadelstiche zu setzen.
"In der Spielvorbereitung ging es in erster Linie um wiederkehrende Muster des VfB, welche Dinge wiederholen sich häufig", schilderte Toppmöller. "Welche Stärken gibt es, welche Schwächen." Was könne man für das eigene Offensivspiel nutzen?
Zu personellen Themen wollte er einen Tag vor dem Gastspiel in der MHP Arena zwar "nicht groß Stellung beziehen", ließ aber trotzdem durchblicken, dass Arnaud Kalimuendo (23) ein Kandidat für die Startelf ist. Angesichts der guten Leistung des anderen Neuzugangs, Younes Ebnoutalib (22), könnte also sogar eine Doppelspitze auf dem Feld stehen.
Eintracht Frankfurts später Punktverlust gegen Borussia Dortmund geht Dino Toppmöller "auf den Keks"
Man habe nach der Einwechslung von Kalimuendo gegen den BVB gesehen, dass beide in der kurzen Zeit "schon sehr gut harmoniert haben", schilderte Toppmöller seine Sicht. "Von daher besteht die Möglichkeit, dass wir beide von der Leine lassen."
Von der Bank könnte, sollten Ebnoutalib und Kalimuendo gemeinsam stürmen, der wieder fitte Jean-Mattéo Bahoya (20) als Joker fungieren.
Ellyes Skhiri (30) wird nach dem Aus beim Afrika-Cup mit Tunesien und einem Kurzurlaub wieder im Kader stehen. Farès Chaibi (23), der mit Algerien erst am Samstag die Segel hatte streichen müssen, bekommt noch Zeit und wird am Freitagabend gegen den SV Werder Bremen wieder dabei sein.
Mit etwas Abstand auf das Kräftemessen mit der Borussia angesprochen, bei dem buchstäblich in letzter Sekunde vor heimischer Kulisse ein Dreier geradezu fahrlässig noch aus der Hand gegeben worden war, erklärte Toppmöller, dass man natürlich zwar nicht glücklich über das Gegentor sei, es allerdings "zum Prozess", in dem man sich befinde, dazugehöre.
"Wir müssen noch schlauer, noch erfahrener werden", so der Trainer. Dazu brauche es schlicht einfach auch solche Momente. Dennoch gehe es ihm "auf den Keks", dass man in der Szene nicht so verteidigt habe, wie dies notwendig gewesen wäre.
Mit einem Auswärtssieg könnte die Eintracht nach Punkten zum VfB aufschließen. Derzeit trennen beide Teams drei Zähler, Stuttgart belegt mit deren 29 punktgleich mit Leverkusen Rang fünf, die Eintracht mit 26 nur den siebten Platz. Angepfiffen wird die Partie als frühes Spiel des Dienstagabends bereits um 18.30 Uhr, zu sehen ist sie im TV bei Sky.
Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

