Torspektakel in Bremen: Eintracht sichert mit Last-Minute-Bude Punktgewinn!

Frankfurt am Main/Bremen - Eintracht Frankfurt im Glück: Am 18. Spieltag der Fußball-Bundesliga gelingt den Hessen in nahezu letzter Sekunde bei Werder Bremen ein 3:3 (1:1).

Arthur Theate (M.) freut sich mit Arnaud Kalimuendo (r.) über dessen erstes Bundesligator.
Arthur Theate (M.) freut sich mit Arnaud Kalimuendo (r.) über dessen erstes Bundesligator.  © DPA

Die Gäste hatten einen Blitzstart hingelegt, waren nach nur einer knappen Minute in Führung gegangen: Ritsu Doan fand mit einem wunderschönen Diagonalball Nathaniel Brown an der linken Seite des Bremer Strafraums. Dessen Kopfballvorlage lupfte Kalimuendo mit dem Außenrist über Keeper Mio Backhaus zum 1:0 in die Maschen - erstes Bundesligator des Winterneuzugangs!

In der Folge zog sich Frankfurt etwas zurück und die Werderaner übernahmen das Geschehen auf dem Spielfeld, Chancen blieben aber zunächst aus.

Erst in der 20. Minute hatte Justin Njinmah die große Möglichkeit bei einem klasse gespielten Konter, zog aber aus 17 Metern knapp am linken Pfosten vorbei.

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Kurz darauf machte es der 25-Jährige besser. Nach einem brillanten Steilpass von Yukinari Sugawara ließ Njinmah im Laufduell Nnamdi Collins alt aussehen und schob das Leder am herausgeeilten Kaua Santos vorbei ins linke Eck zum 1:1 (29.).

Jetzt wirkten die Hessen verunsichert, das konnten die Gastgeber aber nicht mehr nutzen. Mit 1:1 ging es in die Pause.

Nach Traumpass von Yukinari Sugawara (r.) gelang Werders Justin Njinmah der Ausgleich.
Nach Traumpass von Yukinari Sugawara (r.) gelang Werders Justin Njinmah der Ausgleich.  © DPA
Nnamdi Collins (r.) und Ritsu Doan sind zufrieden mit der erneuten Führung ihrer Eintracht.
Nnamdi Collins (r.) und Ritsu Doan sind zufrieden mit der erneuten Führung ihrer Eintracht.  © DPA
Eintracht Frankfurts Trainer Dino Toppmöller rauft sich die Haare: Kein Wunder nach neun Gegentoren in den vergangenen drei Spielen.
Eintracht Frankfurts Trainer Dino Toppmöller rauft sich die Haare: Kein Wunder nach neun Gegentoren in den vergangenen drei Spielen.  © DPA

Werder Bremens Doppelschlag, doch Eintracht Frankfurt kommt in letzter Sekunde zurück

Der eingewechselte Jovan Milosevic brachte nach einem Konter die Bremen wieder in Front.
Der eingewechselte Jovan Milosevic brachte nach einem Konter die Bremen wieder in Front.  © DPA

Bremen kam besser aus der Kabine, aber die Adlerträger trafen. Daran hatte die Werder-Defensive allerdings gehörigen Anteil. Isaac Schmidt verlor in der eigenen Hälfte den Ball gegen Nnamdi Collins, der ungehindert durchlief und nach Zuspiel von Farès Chaibi die Kugel aus kurzer Distanz an Backhaus vorbei ins Tor zum 2:1 aus Gästesicht bugsierte (56.).

Das gab den Hessen aber keine Sicherheit. Im Gegenteil, denn Bremen drückte gegen nun sehr tief stehende Gäste immens. Frankfurt wollte nur noch die Partie über die Zeit schaukeln und wurde prompt bestraft, denn Jens Stage verwandelte eine Freistoßflanke mit dem Kopf zum 2:2 (78.).

Nur zwei Minuten späte erfolgte der Doppelschlag durch einen Konter gegen aufgerückte Frankfurter, den Jovan Miloseciv zum 3:2 für die Hausherren verwandelte (80.).

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Doch das war noch nicht der Schlusspunkt dieser spektakulären Partie. Sekunden vor dem Abpfiff setzte sich Ayoube Amaimouni-Echghouyab auf der rechten Seite durch. Seine Flanke von der Grundlinie netzte Ansgar Knauff zum 3:3-Endstand ein (90.+4).

Der Linienrichter hatte zwar die Fahne gehoben, da er Amaimouni-Echghouyabs Ball im Aus sah. Nach VAR-Überprüfung zählte der Treffer aber; sehr zur Erleichterung der Hessen.

Titelfoto: DPA

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