Uli Hoeneß mit eindringlicher Warnung an Eintracht Frankfurt: Das steckt dahinter

Von Christian Johner

Frankfurt am Main - Deutliche Worte! Uli Hoeneß (74) warnt Eintracht Frankfurt: Zu viele Verkäufe kosten Substanz. Warum Millionen-Erlöse aus seiner Sicht nicht alles sind und warum er Harry Kane (32) als Paradebeispiel nennt.

Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß (74) warnt Eintracht Frankfurt vor zu vielen Verkäufen.  © Peter Kneffel/dpa

Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß rät dem Bundesliga-Kontrahenten Eintracht Frankfurt, Spieler nicht so schnell zu verkaufen.

"Ich persönlich bin kein großer Freund vom Verkauf von guten Spielern. Ich sage immer beim FC Bayern: Wir sind ein Käuferverein und kein Verkäuferverein", äußerte Hoeneß auf einer Veranstaltung der Frankfurt School of Finance & Management in Frankfurt am Main.

Richtung Eintracht-Vorstandssprecher Axel Hellmann (54) sagte Hoeneß: "Und das wird Axel Hellmann auch noch begreifen, dass man auf die Dauer eben bei jedem Verkauf auch Substanz verliert. Es ist schön, wenn man mal 50, 60 Millionen kriegt, aber was ist die Konsequenz?".

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Es sei notwendig, für die großen Stars viel Geld auszugeben. "Die müssen auch richtig Geld verdienen", erklärte Hoeneß und nannte das Beispiel Harry Kane. Der englische Stürmer kostete den Bayern 2023 angeblich nicht mehr als 100 Millionen Euro.

"Heute würde ich ihn für 150 Millionen kaufen. Weil der ist ein Traum für Bayern München. Weltweit ein Aushängeschild. Ein guter Charakter, ein Vorbild für unsere Jugend, unsere 18-Jährigen. Der nimmt die in den Arm. Der sagt denen, wie sie den Ball schießen müssen."

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Eintracht mit Mega-Erlösen in den vergangenen Jahren

Die Eintracht hatte in den vergangenen Jahren immer wieder Mega-Erlöse durch Spielerverkäufe erzielt. In dieser Saison bleiben die Frankfurter allerdings hinter den eigenen Erwartungen zurück.

Im DFB-Pokal und in der Champions League schieden die Hessen früh aus, in der Bundesliga belegt die Eintracht nur den siebten Platz. Anfang des Jahres zog der Club die Konsequenzen und trennte sich von Trainer Dino Toppmöller. Der Spanier Albert Riera ist Toppmöllers Nachfolger und soll die Frankfurter in den Europapokal retten.

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Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Bayern München 26 93:25 67
2 Borussia Dortmund 26 55:26 58
3 TSG 1899 Hoffenheim 26 54:34 50
4 VfB Stuttgart 26 51:34 50
5 RB Leipzig 26 48:35 47
6 Bayer 04 Leverkusen 26 49:33 45
7 Eintracht Frankfurt 26 49:49 38
8 SC Freiburg 26 37:43 34
9 1. FC Union Berlin 26 31:42 31
10 FC Augsburg 26 31:45 31
11 Hamburger SV 26 29:37 30
12 Borussia Mönchengladbach 26 30:43 28
13 1. FSV Mainz 05 26 31:41 27
14 1. FC Köln 26 35:44 25
15 SV Werder Bremen 26 29:47 25
16 FC St. Pauli 26 23:42 24
17 VfL Wolfsburg 26 35:56 21
18 1. FC Heidenheim 26 24:58 14

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.

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