Wahi-Wende bei der WM - aber der Eintracht droht trotzdem ein Millionen-Problem!
Frankfurt am Main - Im Wirrwarr um Elye Wahi (23) gab es am Donnerstagabend eine überraschende Wende. Nachdem dem Stürmer der Elfenbeinküste zunächst die Einreise nach Kanada verweigert worden war, darf der Ivorer nun doch gegen Deutschland auflaufen. Die finanziellen Folgen für Eintracht Frankfurt dürften allerdings trotzdem bestehen bleiben.
Für die Nationalmannschaft der Elfenbeinküste ist Wahis weitere Teilnahme an der WM eine gute Nachricht. Die SGE beobachtet die Situation dennoch mit großer Sorge.
Denn die Ermittlungen in Frankreich laufen. Die französische Liga (LFP) erklärte, sie sei auf "ungewöhnliche Bewegungen auf internationaler Ebene" aufmerksam geworden.
Konkret gehe es um ein auffällig hohes Wettvolumen im Zusammenhang mit einer Gelben Karte, die Wahi in einem Ligaspiel für OGC Nizza gesehen hatte.
Die Liga erstattete daraufhin Anzeige gegen Unbekannt. Nach Angaben der zuständigen Staatsanwaltschaft wird wegen des Verdachts auf bandenmäßigen Betrug, Korruption im Sport, Hehlerei und Geldwäsche ermittelt. Zunächst hatte "The Athletic" über den Fall berichtet.
Für Frankfurt kommt die Entwicklung zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Zwar hat die Eintracht mit dem mutmaßlichen Vorfall selbst nichts zu tun. Wahi steht noch bis zum 30. Juni auf Leihbasis bei OGC Nizza unter Vertrag. Ab dem 1. Juli kehrt der Angreifer jedoch zunächst zur SGE zurück.
Eigentlich hatten die Hessen gehofft, dass sich die Leihe in Frankreich auszahlt. Nachdem Wahi bei der Eintracht als teurer Fehlgriff galt, zeigte seine Formkurve in der Ligue 1 zuletzt wieder nach oben. Die Chancen auf einen lukrativen Verkauf im Sommer schienen deutlich gestiegen. Genau dieser Plan könnte nun deutlich komplizierter werden.
Eintracht Frankfurt wird für Elye Wahi wohl nicht die erhoffte Ablösesumme erzielen
Denn selbst wenn Wahi aktuell weder angeklagt noch gesperrt ist, dürften die laufenden Ermittlungen bei potenziellen Interessenten für Zurückhaltung sorgen.
Für Frankfurt besteht die Gefahr, dass sich ein möglicher Verkauf schwieriger gestaltet oder die Ablösesumme geringer ausfällt als ursprünglich erhofft.
Das wäre ein empfindlicher Rückschlag. Die Eintracht benötigt im Sommer finanzielle Spielräume in Form von Verkäufen für den Kaderumbau und weitere Verstärkungen.
Zusätzliche Millionen aus einem Wahi-Transfer sollten dabei eine wichtige Rolle spielen.
Trotz der Wende um seine weitere WM-Teilnahme bleiben die offenen Fragen bestehen und damit auch die Gefahr, dass die Eintracht beim geplanten Verkauf finanzielle Einbußen hinnehmen muss.
Titelfoto: DARRIAN TRAYNOR/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/GETTY IMAGES VIA AFP

