Cottbus - Wenn am Sonntagnachmittag die Profis von Energie Cottbus in die 2. Liga starten, werden die U19 und U17 Stunden zuvor ihr erstes Ligaspiel absolviert haben. Doch die Trainersuche auf den wichtigsten Positionen im Nachwuchs ist bis heute ungelöst.
Deshalb startete Energie vergangenes Wochenende mit Vereins-Urgestein Detlef Ullrich (70) an der Linie in die Saison. Der Auftakt in der ersten Pokalrunde beim TSV Havelse (2:0) glückte.
Eine Dauerlösung soll "Ulle" nach TAG24-Informationen aber nicht werden, Energie fahndet weiter nach einem externen Neuen und ist dabei durchaus wählerisch:
Schon vor über zwei Monaten fragte Energie laut TAG24-Recherchen einen Fußballlehrer an. Dass ein Übungsleiter der höchsten Lizenzstufe eine U19 trainiert, ist eher die Regel als die Ausnahme und hätte definitiv seinen Preis gehabt.
Anderen Kandidaten gab Cottbus einen Korb: Unter anderen wurde den Lausitzern vor einiger Zeit Semih Keskin (37) angeboten.
Der aktuell vereinslose A-Lizenz-Inhaber besiegte einst mit Viktoria Berlin den FCE in der Regionalliga Nordost, führte in der Cottbuser Aufstiegssaison die Himmelblauen mit einer blutjungen Truppe auf einen beachtlichen dritten Rang.
Zuvor hatte Keskin sechs Saisons in Viktorias A-Jugend Talente wie den späteren Cottbus-Profi Mladen Cvjetinovic (22, jetzt Saarbrücken) ausgebildet.
Energie Cottbus wollte ursprünglich zwei externe Cheftrainer für U19 und U17 holen
Ursprünglich wollte Energie neben einem U19-Trainer auch für die U17 einen neuen Cheftrainer holen.
Dies war nötig geworden, weil Alain Karim (39) Energie Richtung Greifswald verlassen hatte und Daniel Ziebig zum Co-Trainer (43) der Profis aufgestiegen war.
Jetzt soll Franz-Aaron Ullrich (40) mit den B-Junioren in die Saison gehen. Der 40-Jährige coacht seit vier Jahren diverse Großfeldteams bei Energie (zuletzt die U15), als ganz junger Trainer sogar interimistisch Regionalligist Torgelower SV.
Weiterhin besitzt er die A-Lizenz - und ist der Sohn von Detlef Ullrich.