Der Comeback-Plan des Cottbus-Zehners: Cigerci musste pausieren, weil er für den Aufstieg unter Schmerzen spielte

Oberndorf in Tirol (Österreich) - Ausgerechnet der Aufstiegsheld ist zum Zuschauen verdammt! Tolcay Cigerci (31) war für Energie Cottbus der Mann der besonderen Tore. Was aber kaum einer weiß: Der Zauberfuß spielte in der Rückrunde zu großen Teilen unter Dauerschmerzen.

Tolcay Cigerci (31) spricht bei TAG24 über seine Verletzung und seine Comeback-Pläne.  © Screenshot TAG24/Lukas Schulze

Dies verriet der Spielmacher TAG24 im Österreich-Trainingslager. "Seit der Rückrunde an hatte ich Probleme mit meiner Fußsohle, die sich gesteigert haben. Ja, man hat das währenddessen versucht, gut zu behandeln, aber war halt etwas schwierig, weil ich jeden Tag darauf belastet habe und auch mit einer gewissen Intensität trainieren musste."

Eine Entzündung war die Folge, die vollständig abklingen musste. Cigerci ordnete dem Aufstiegstraum alles unter - und zahlte den Preis. Zwei Monate nach Saisonende darf er noch immer nicht auf dem Platz Vollgas geben.

Seit gut einer Woche mischt der Deutschtürke immerhin in Teilen des Teamtrainings mit und sagt: "Ich bin glücklich darüber, dass ich wieder auf dem Platz stehe und generell wieder Mitspieler um mich habe. Es fühlt sich auf jeden Fall sehr gut an."

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Reicht die Zeit bis zum ersten Spieltag in knapp zwei Wochen?

"Ja, ich würde schon sagen, dass man das als Ziel nehmen kann. Aber nichtsdestotrotz gucken wir von Tag zu Tag, wie sich das entwickelt. Wir sind in gutem Austausch mit der medizinischen Abteilung und mit den Athletiktrainern", so Cigerci hoffnungsvoll.

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Tolcay Cigerci macht Teile des Teamtrainings mit und betont den Wert seines Bruders Tolga

Bisher ist Cigerci maximal im Trainings- und Präsentationsshirt unterwegs. (Archivfoto)  © IMAGO / Fotostand

Klar ist aber auch, dass seine Mitspieler drei Wochen mehr Vorbereitung in den Beinen haben.

Dennoch fehlt ein fitter Cigerci als Struktur- und Kreativelement in der Offensive. Genauso wie sein Bruder Tolga (34), der sich zur VSG Altglienicke verabschiedete.

"Ich glaube, wenn man die Spiele geschaut hat, hat man schon gesehen, dass das ein sehr großer Faktor war, dass wir es auch geschafft haben. Und ja, wir haben uns gefreut in der Zeit, dass wir ihn hatten und sind auch glücklich darüber, dass das genauso gekommen ist. Im Winter ist er gekommen, dass wir eine sehr, sehr schwierige Aufgabe vor uns hatten mit dem Aufstieg und dass wir unseren Traum dann erfüllen konnten zusammen."

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Der türkische Ex-Nationalspieler war nicht nur als Mann der letzten 30 Minuten wichtig, sondern ging im Training voran, sein Wort in der Kabine hatte Gewicht. Wer soll jetzt dessen Rolle einnehmen?

Tolcay Cigerci meint: "Also eins zu eins kann man, denke ich, keinen ersetzen. Aber Leo [Bittencourt, Anm. d. Red.] mit seiner ganzen Erfahrung wird uns sicherlich sehr viel helfen. Auch was jetzt die Liga angeht, ist jetzt nicht mehr die 3. Liga, sondern die 2. Liga und wird uns da sehr viel auf dem Platz und neben dem Platz helfen."

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