Drehen die jetzt völlig durch? Cottbus nutzt FIFA-Boss Infantino für neues Stadion

Cottbus - Energie Cottbus rangiert weiter auf einem Aufstiegsplatz in der 3. Liga - und ringt um ein neues Stadion. Dafür nutzt der Klub jetzt FIFA-Präsident Gianni Infantino (55).

FIFA-Präsident Gianni Infantino (55) ist seit Montag offiziell "stolzer Libanese".  © Mosa'ab Elshamy/AP/dpa

In einem Satire-Beitrag in den sozialen Medien des Drittligisten heißt es: "In der Lausitz gehen Träume bekanntlich nicht verloren, sie werden höchstens vertagt. Nun erfüllt sich für den FC Energie Cottbus ein ganz besonderer: Gianni Infantino wird Ehrenmitglied."

Damit würde sich der FIFA-Boss in die Riege mit der früheren deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (heute 71) einreihen, die 2008 Ehrenmitglied der Lausitzer wurde.

Doch im Gegensatz zu Merkel ist die Orchestrierung Infantinos ein Scherz aus der Trickkiste, der einen zweifelhaften Vorgang auf die Schippe nimmt.

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Am Montag inszenierte sich der mächtigste Mann des Fußballs in den Medien als neuer Staatsbürger des Libanons, kommentierte auf Instagram: "Stolz, Libanese zu sein - offiziell!"

Tatsächlich ist Infantino mit einer Libanesin verheiratet, die Einbürgerung eines ausländischen Ehemanns ist aber unter normalen Umständen libanesischen Frauen nicht gestattet.

Doch Infantino hatte vor Monaten großspurig dem von Kriegen gezeichneten Land ein modernes Fußballstadion in einer Größenordnung für 20.000 bis 30.000 Zuschauer versprochen.

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Energie Cottbus erträumt sich ein neues Stadion

Das LEAG Energie Stadion ist Kultstätte, aber auch mächtig in die Jahre gekommen.  © Julius Frick/dpa

Ein solches erträumt sich auch Cottbus in naher oder ferner Zukunft. Das LEAG Energie Stadion ist zwar Kult, aber marode und bis heute kommt ein Um- oder Neubau aufgrund politischer Hürden nicht richtig in Gang.

Deswegen zieht der Verein jetzt die Infantino-Karte. Und sei es nur, dass das ungelöste Stadionproblem öffentlich wieder neue Aufmerksamkeit bekomme.

Humoristisch kommentiert der Klub: "Außerdem, so erinnert man sich in Cottbus gern, soll es da dieses Versprechen gegeben haben. Ein neues Stadion, modern, international, womöglich mit Dach und WLAN. Details seien zweitrangig, Hauptsache Vision."

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Der Beitrag sorgt auf jeden Fall in den sozialen Medien für jede Menge Erheiterung unter den Fans - und auch für eine klare Ablehnung des umstrittenen FIFA-Präsidenten.

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