Energie-Fans laufen vor Showdown Sturm: Bringt dieses Motto Unglück?

Cottbus - Volle Hütte für den Showdown! Vier Tage vor dem vielleicht letzten Heimspiel am Samstag (14 Uhr) gegen Wehen Wiesbaden ist das Cottbuser LEAG Energie Stadion (fast) vollständig ausverkauft.

Finde den Fehler: Energies Fans auf den Tribünen zeigten sich größtenteils in Weiß, während ihr Team in Rot auflief.  © Frank Hammerschmidt/dpa

Neben wenigen Rückläufern gab es Dienstagnachmittag lediglich für Block N in der Ecke Restkarten. Am Montag hatten die Lausitzer verkündet, dass es auch Tickets für S1 (Sitzplatz) und N (Steher) gebe.

Dieser stehe eigentlich den Gästen zu, die aber freundlicherweise auf große Teile ihres Kontingents verzichteten. Mehr denn noch: Die Wiesbadener "verschenken" für das letzte Auswärtsspiel der Saison kostenfrei Tickets für den Gästeblock.

Doch selbst der klare Heimvorteil ist kein Garant für einen Heimsieg, vielmehr treibt viele Fans ein wahnwitziger Aberglaube um:

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Der traditionelle Aufruf der Fanszene zum letzten Heimspiel, "Alle in Weiß" zu erscheinen, steht in Verruf, Unglück zu bringen.

Hinzu kommt: Wiesbaden wird aller Voraussicht nach in seinen weißen Auswärtstrikots antreten. Die Zuordnung zu den in Rot auflaufenden Hausherren wird so ungewollt ad absurdum geführt.

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Energie Cottbus: Das Motto "Alle in Weiß" ging zuletzt zweimal in Folge in die Hose

Tränen und Trauer: Energie vermasselte das letzte Heimspiel der Vorsaison.  © Frank Hammerschmidt/dpa

Am 34. Spieltag der Vorsaison unterlag Energie mit den Fans in Weiß 1:4 dem FC Ingolstadt, der Aufstiegstraum war endgültig geplatzt.

In der Saison davor entging Cottbus denkbar knapp einer krachenden Blamage, als es nach 64 Minuten gegen den FSV Luckenwalde mit 0:3 zurücklag (Endstand 3:3) und fast den Drittliga-Aufstieg verspielte.

Der Aberglaube geht sogar so weit, dass vereinzelte Anhänger in den sozialen Medien Sturm laufen, das Motto dieses Jahr auszulassen.

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Der letzte Erfolg mit "Alle in Weiß" liegt drei Jahre zurück: Damals würgte sich Cottbus am vorletzten Spieltag gegen den SV Babelsberg zu einem 1:0 – und hatte danach den Staffelsieg der Regionalliga Nordost eingetütet.

Also doch ein gutes Omen? Sollte die Konkurrenz aus Duisburg und Essen verlieren, hätte Energie am Samstagnachmittag den Aufstieg in die 2. Bundesliga so gut wie sicher.

Tabelle 3. Liga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 VfL Osnabrück 36 61:30 76
2 FC Energie Cottbus 36 69:50 66
3 MSV Duisburg 36 65:48 66
4 Rot-Weiss Essen 36 74:64 64
5 SC Verl 36 79:47 61
6 FC Hansa Rostock 36 65:43 61
7 Alemannia Aachen 36 67:56 58
8 TSV 1860 München 36 53:48 56
9 SV Wehen Wiesbaden 36 51:50 50
10 Viktoria Köln 36 50:49 50
11 SSV Jahn Regensburg 36 54:56 49
12 SV Waldhof Mannheim 36 57:67 49
13 VfB Stuttgart II 36 51:60 46
14 1. FC Saarbrücken 36 46:50 44
15 FC Ingolstadt 04 36 58:54 43
16 TSG 1899 Hoffenheim II 36 62:67 40
17 TSV Havelse 36 53:81 32
18 SSV Ulm 1846 36 46:74 32
19 FC Erzgebirge Aue 36 47:68 30
20 1. FC Schweinfurt 05 36 34:80 21

Die Tabelle der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Drittliga-Meister und steigt in die 2. Liga auf. Auch der Zweite steigt direkt auf. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Platz der 2. Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in der Liga.

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