Irrer Einsatzplan! Cottbus holt Malone als Teilzeitkraft
Cottbus - Der Transfer von Ryan Malone (33) zu Energie Cottbus ist endgültig bestätigt. Die viel größere Neuigkeit ist: Der Zweitliga-Aufsteiger plant mit ihn als Teilzeitkraft für spezielle Situationen.
Dazu zählen, wenig überraschend, ausdrücklich Standardsituationen, in denen Malone seine ganz klaren Waffen hat. Ob als Einwurfschleuder oder Kopfballungeheuer - Malone ist bei hohen Bällen eine Wucht.
Auf der XXL-Pressekonferenz zum Saisonauftakt führt Wollitz aus: "Ich würde das als Jokerspieler bezeichnen." Dem Vernehmen nach soll Malone als zusätzliche Option bei diversen Spielständen oder Spielstrategien eingesetzt werden.
Zuvor hatte der seit Tagen im Raum stehende Wechsel für viele Fragezeichen gesorgt. "Mir wurde mitgeteilt, dass das als sehr überraschend ankam", so Wollitz.
Beim alten Liga-Konkurrenten Erzgebirge Aue wurde Malone als Führungsspieler geholt und bekam trotz seiner Erfahrung hinten den Laden nie dicht, mit Malone auf dem Platz schluckten die Veilchen im Schnitt fast zwei Gegentore pro Spiel.
Wollitz macht es deshalb clever: Statt über Malones Tempodefizite zu reden, spricht er über die Stärken des US-Boys. Die seien "lange Einwürfe", "Mentalität" und "Größe", so der Trainer.
Ryan Malone könnte bei Energie Cottbus den Uwe Hünemeier machen
Kurz darauf zieht Energies Trainer den Vergleich zu Uwe Hünemeier (heute 40, Karriereende), der in Wollitz' erster Amtszeit als nomineller Innenverteidiger einst neun Treffer - größtenteils nach Standards - erzielte.
Energies Kaderplaner Maniyel Nergiz (43) führt seine Pläne weiter aus: "Ryan ist ein gestandener Spieler, der Kopfballstärke und Robustheit mitbringt. Zudem hat er aus unserer Sicht die gefährlichsten Einwürfe in seinem Portfolio."
Neben Malone, King Manu (22), Tim Campulka (27, beide Verträge verlängert), Fousseny Doumbia (21, Leihgabe von Franfurt) sucht Energie noch einen fünften Verteidiger.
Dieser soll Erfahrung in der 2. Liga mitbringen und neuer Abwehrchef werden. Ob jung oder alt, sei zweitrangig.
Titelfoto: FC Energie Cottbus

