Kaum da und schon wieder weg? Cottbus sucht Leihklub für Winterzugang
Cottbus - Das könnte ein kurzer Zwischenstop in Cottbus gewesen sein! Winterzugang Gianluca Pelzer (19) soll nach wenigen Wochen in der Lausitz schon wieder verliehen werden.
Dies erklärte Energie-Trainer Pele Wollitz (60) auf der Pressekonferenz vor dem Rückrundenstart in Saarbrücken (Samstag, 14 Uhr).
Youngster Pelzer schlug am 2. Januar in Cottbus auf und wurde die ersten Wochen im Training sowie im Testspiel gegen Altglienicke (2:2) auf Herz und Nieren geprüft.
Das Ergebnis: Dem modernen Innenverteidiger gehört die Zukunft, für den Moment ist er der falsche Mann. Wollitz: "Ihn da in der Rückrunde in das für ihn kalte Wasser reinzuschmeißen, halte ich zu diesem Zeitpunkt für nicht richtig."
Energie befindet sich mitten im Aufstiegskampf und möchte gerne in der Rückrunde Platz eins verteidigen. Klar, dass man auf zentralen Positionen wie der Innenverteidigung keine Experimente eingehen will.
Pelzer war im Sommer erst aus der Jugend von Ex-Klub TSG Hoffenheim in deren U23 aufgestiegen, spielte beim Cottbuser Liga-Konkurrenten in der Hinrunde aber keine Sekunde.
Gianluca Pelzer fehlen Spielpraxis und Erfahrung im Herrenfußball
Deswegen dürfte eine Leihe in die Regionalliga, um regelmäßige Spielpraxis im Herrenbereich zu sammeln, für die Rückrunde mehr Sinn ergeben.
Wollitz führt aus: "Jetzt versuchen wir den passenden Verein zu bekommen, wo es möglich ist, Spielzeiten zu bekommen."
In Cottbus wäre Pelzer in der Defensivzentrale wohl nur vierte bis fünfte Wahl. Dennoch habe es der Youngster bis dato "sehr ordentlich" gemacht.
In der Innenverteidigung ist Energie breit besetzt: Die Stammbesetzung dürfte zum Rückrundenstart Nyamekye Awortwie-Grant (25) und Tim Campulka (26) heißen, King Manu (22) ist erst diese Woche nach über einem Monat Verletzungspause ins Training eingestiegen.
Auch Stammsechser Dominik Pelivan (29) hatte diese Saison in der Liga diese Position bekleidet, im Mittwochstraining durfte mit Finn Heidrich (19) ein weiterer gelernter Mittelfeldspieler im Elf-gegen-Elf in der Verteidigungsreihe ran.
Und dann wäre da noch Aufstiegsheld Dennis Slamar (31), über den Wollitz indirekt sagt: "Es ist unangenehm." Slamar musste am Mittwoch seine Runden drehen, während der Rest des Teams spielen durften.
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