Knall kurz vor K.O.-Spiel: Cottbus stellt Trainer frei!
Cottbus - Kein Happy End nach vier Jahren Energie Cottbus! Der Verein hat wenige Tage vor die Viertelfinale der U19-Meisterschaft Trainer Alain Karim (39) freigestellt.
Dies bestätigte gegenüber TAG24 Pressesprecher Stefan Scharfenberg-Hecht. Demnach sei die Freistellung am Dienstag erfolgt. Zu den Gründen wollte sich der Klub nicht weiter äußern.
Im Viertelfinale bei der U19 der TSG Hoffenheim am Samstag (Anstoß: 11 Uhr) wird Urgestein Detlef Ullrich (70), seit Jahrzehnten Nachwuchstrainer im Verein, betreuen.
Umso überraschender kommt der Zeitpunkt der Trennung. Karim hatte mit der U19 die Hauptrunde vor Vereinen wie dem Hamburger SV und VfB Stuttgart abgeschlossen und im Achtelfinale vergangenen Samstag den 1. FC Kaiserslautern (2:0) ausgeschalten.
Klar ist: Karims Vertrag läuft ohnehin aus, eine Trennung zum Saisonende ist seit Monaten beschlossene Sache. Dennoch ist diese Entscheidung ein Knall, der in Jemen Geborere Karim war vor vier Jahren bei der Cottbuser U17 aufgeschlagen.
Nach TAG24-Informationen will Karim seit Längerem und unabhängig des derzeitigen Erfolgs den nächsten Schritt in seiner Karriere gehen. Wie TAG24 weiter erfuhr, soll der Inhaber der Trainer-A-Lizenz bei einem Herrenverein der Regionalliga Nordost im Wort stehen.
Energie Cottbus' U19 steht im Viertelfinale - trotzdem gibt es seit Längerem Knatsch und Kritik
Trotz allem Erfolg gab es in den vergangenen Monaten immer wieder laut vernehmbare Störgeräusche innerhalb des Nachwuchsbereiches. Auch in Philosophie- und Zukunftsfragen soll es mit dem Profibereich immer wieder Knatsch gegeben haben.
Unter anderem werden bei den Profis und der U19 zwei verschiedenen Systeme im Spiel gegen den Ball praktiziert (Raumverteidigung vs. Mannverteidigung), die den Übergang von Jugend zu Herren erschweren.
Auch die Quote der Nachwuchsspieler, die im Profibereich zuletzt ankam, ist ein Kritikpunkt.
In Finn Heidrich (19), der parallel weiter sein Abitur an der Lausitzer Sportschule baut, schaffte zuletzt nur ein Jugendspieler des 2006er-Jahrgangs den Sprung zu den Profis.
Titelfoto: IMAGO / Matthias Koch

