Wiesbaden-Spiel (fast) ausverkauft: Energie-Fans laufen vor Showdown dennoch Sturm
Cottbus - Volle Hütte für den Showdown! Vier Tage vor dem vielleicht letzten Heimspiel am Samstag (14 Uhr) gegen Wehen Wiesbaden ist das Cottbuser LEAG Energie Stadion (fast) vollständig ausverkauft.
Neben wenigen Rückläufern gab es Dienstagnachmittag lediglich für Block N in der Ecke Restkarten. Am Montag hatten die Lausitzer verkündet, dass es auch Tickets für S1 (Sitzplatz) und N (Steher) gebe.
Dieser stehe eigentlich den Gästen zu, die aber freundlicherweise auf große Teile ihres Kontingents verzichteten. Mehr denn noch: Die Wiesbadener "verschenken" für das letzte Auswärtsspiel der Saison kostenfrei Tickets für den Gästeblock.
Doch selbst der klare Heimvorteil ist kein Garant für einen Heimsieg, vielmehr treibt viele Fans ein wahnwitziger Aberglaube um:
Der traditionelle Aufruf der Fanszene zum letzten Heimspiel, "Alle in Weiß" zu erscheinen, steht in Verruf, Unglück zu bringen.
Hinzu kommt: Wiesbaden wird aller Voraussicht nach in seinen weißen Auswärtstrikots antreten. Die Zuordnung zu den in Rot auflaufenden Hausherren wird so ungewollt ad absurdum geführt.
Energie Cottbus: Das Motto "Alle in Weiß" ging zuletzt zweimal in Folge in die Hose
Am 34. Spieltag der Vorsaison unterlag Energie mit den Fans in Weiß 1:4 dem FC Ingolstadt, der Aufstiegstraum war endgültig geplatzt.
In der Saison davor entging Cottbus denkbar knapp einer krachenden Blamage, als es nach 64 Minuten gegen den FSV Luckenwalde mit 0:3 zurücklag (Endstand 3:3) und fast den Drittliga-Aufstieg verspielte.
Der Aberglaube geht sogar so weit, dass vereinzelte Anhänger in den sozialen Medien Sturm laufen, das Motto dieses Jahr auszulassen.
Der letzte Erfolg mit "Alle in Weiß" liegt drei Jahre zurück: Damals würgte sich Cottbus am vorletzten Spieltag gegen den SV Babelsberg zu einem 1:0 – und hatte danach den Staffelsieg der Regionalliga Nordost eingetütet.
Also doch ein gutes Omen? Sollte die Konkurrenz aus Duisburg und Essen verlieren, hätte Energie am Samstagnachmittag den Aufstieg in die 2. Bundesliga so gut wie sicher.
Titelfoto: Frank Hammerschmidt/dpa

