Cottbus - Pele Wollitz (60) schweigt, sein Team liefert! Nach seinem verbalen Rundumschlag von Freitag, in dem Energies Trainer auch die Medien harsch kritisiert hatte, bleibt Wollitz beim irren Topspiel gegen Rot-Weiss Essen stumm.
Das übliche Interview vor der Partie bei MagentaSport blockte der erfahrene Trainer ab, auch nach dem furiosen Sieg schlug Wollitz selbst seinem langjährigen Wegbegleiter und Moderator Thomas Wagner das Gespräch aus.
An der anschließenden Pressekonferenz nahm der Trainer teil, hielt sich aber in seinem Statement ungewohnt kurz, bügelte die zwei Nachfragen überaus schmallippig ab.
Eine Haltung, die er bereits auf der Pressekonferenz vor dem Spiel an den Tag gelegt hatte. Interviews gab er diese Woche keine.
Die klare Botschaft dahinter: Ich möchte mit euch Medien derzeit nicht reden, weil ich mich und Energie Cottbus benachteiligt, ins falsche Licht gerückt und teilweise falsch verstanden fühle.
Energie Cottbus ringt Rot-Weiss Essen nieder und bricht deren Super-Serie
Schade, denn nach der Aufholjagd des Jahres (5:3 nach 1:3-Rückstand) hätte Wollitz allen Grund gehabt, seine Mannschaft zu loben oder eine neuerliche Kampfansage zu platzieren.
Allein, dass Energie zum fünften Mal in diesem Jahr (!) einen Rückstand in einen Sieg umbiegt, ist aufstiegsreif.
Auch dank der aufgeheizten Fans, die ihr Team selbst nach 1:3-Rückstand bedingungslos nach vorne peitschten, schaffte Cottbus die Wende. Dies rang sogar RWE-Trainer Uwe Koschinat (54) auf der Pressekonferenz ein "Kompliment an jeden einzelnen Energie-Fan" ab.
Mit der Wucht im Rücken brachten die Hausherren einen Gegner zu Fall, der zuletzt sieben Siege in Folge eingefahren hatte.
"Uns ist es nicht mehr gelungen, gegen Ende das Spiel auszubremsen. [...] Und dann, muss man so klar sagen, haben wir es auch irgendwie nicht mehr aufhalten können. Dann hast du gemerkt, dass Cottbus an diesen Sieg glaubt, dass sie alles investieren, um das Ding zu drehen", zeigte sich Koschinat als fairer Verlierer.
Im Anschluss war Wollitz an der Reihe – und zog sich verbal zurück. Wie lange dies andauern wird, bleibt sein Geheimnis ...
Tabelle 3. Liga
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
VfL Osnabrück | 34 | 56:27 | 70 | |
| 2 |
|
Rot-Weiss Essen | 34 | 72:56 | 64 | |
| 3 |
|
FC Energie Cottbus | 34 | 66:48 | 63 | |
| 4 |
|
MSV Duisburg | 34 | 62:44 | 63 | |
| 5 |
|
FC Hansa Rostock | 34 | 62:37 | 60 | |
| 6 |
|
SC Verl | 34 | 74:45 | 58 | |
| 7 |
|
Alemannia Aachen | 34 | 63:54 | 54 | |
| 8 |
|
TSV 1860 München | 34 | 49:45 | 52 | |
| 9 |
|
SV Wehen Wiesbaden | 34 | 47:44 | 51 | |
| 10 |
|
Viktoria Köln | 34 | 48:47 | 47 | |
| 11 |
|
SV Waldhof Mannheim | 34 | 54:63 | 47 | |
| 12 |
|
SSV Jahn Regensburg | 34 | 47:53 | 43 | |
| 13 |
|
VfB Stuttgart II | 34 | 43:56 | 43 | |
| 14 |
|
FC Ingolstadt 04 | 34 | 52:49 | 40 | |
| 15 |
|
TSG 1899 Hoffenheim II | 34 | 61:62 | 40 | |
| 16 |
|
1. FC Saarbrücken | 34 | 42:49 | 38 | |
| 17 |
|
SSV Ulm 1846 | 34 | 44:69 | 32 | |
| 18 |
|
TSV Havelse | 34 | 50:75 | 29 | |
| 19 |
|
FC Erzgebirge Aue | 34 | 40:63 | 26 | |
| 20 |
|
1. FC Schweinfurt 05 | 34 | 31:77 | 19 | |
Die Tabelle der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Drittliga-Meister und steigt in die 2. Liga auf. Auch der Zweite steigt direkt auf. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Platz der 2. Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in der Liga.